Hahnenkamm-Finale

Happy End in Kitz! Feller feiert Sensationssieg im Slalom

Was für ein Happy End für Rot-Weiß-Rot in Kitzbühel! Im achten Saison-Slalom fuhr Manuel Feller nicht nur die erste Podestplatzierung in unserer bisherigen Krisendisziplin ein. In seinem elften Slalom am Ganslernhang eroberte der Tiroler erstmals die goldene Gams.

Nach dem ersten Durchgang lagen die ÖSV-Asse in Lauerstellung - und drehten in der Entscheidung vor den Augen der Bayern-Stars Joshua Kimmich, Manuel Neuer und Konrad Laimer auf.

 

 

 

 

Manuel Feller ging als Halbzeit-Vierter in die Entscheidung und setzte sich unter dem Jubel der 21.000 Fans an die Spitze. Nachdem Henrik Kristoffersen (NOR), Eduard Hallberg (FIN) und der nach dem 1. Lauf Führende Loic Meillard (SUI) zurückfielen, wurde der Ganslernhang endgültig zum Hexenkessel. Feller siegte vor Meillard (+0,35) und dem Deutschen Linus Straßer (+0,53).

Was für eine Wiedergutmachung nach dem Abfahrts-Debakel 24 Stunden davor in Kitzbühel! Was für ein Sieg-Comeback unseres besten Slalomläufers, der zuletzt im Februar 2024 (Palisades Tahoe) ganz oben gestanden war! Und das, nachdem die ÖSV-Techniker in den ersten acht Slaloms der Olympia-Saison ohne Podestplatzierung geblieben waren.

"Schöner könnte es nicht sein"

"Schöner könnte es nicht sein", freute sich Feller über seine "Versöhnung mit diesem Berg" vor der Haustür. Der siebente Weltcup-Sieg - darüber gibt's wohl keinen Zweifel - ist der wichtigste für den 33-jährigen Feller.  "Es ist momentan alles sehr viel. Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Ich habe oft davon geträumt. Ich war ein paar Mal in einer guten Position. Ich hatte vielleicht die Nerven nicht, vielleicht war das Skifahren nicht auf dem Punkt. Heute hat es funktioniert!."  

Der Fieberbrunner bedankte sich auch bei seinen Fans: "Auch wenn es nicht funktioniert hat, haben sie mich immer unterstützt." Den bislang letzten Slalom-Heimsieg hatte Marcel Hirscher 2017 gefeiert.

"Schwierige Zeit" - Feller bedankte sich bei seiner Frau

Mit Tränen in den Augen sprach Feller kryptisch davon, dass er "allgemein eine sehr schwierige Zeit" hinter sich hatte. Näher eingehen darauf wollte er nicht, bedankte sich aber auch bei seiner Frau.

Fabio Gstrein katapultierte sich mit einer Top-Zeit im 2. Durchgang von Platz 22 auf 11.

Doppel-Olympiasieger Johannes Strolz rettete Platz 15 und hofft noch auf Olympia.

Josua Sturm (Halbzeit-24.) fuhr als 19. noch in die Top 20.

Michael Matt, in Wengen zuletzt bester ÖSV-Fahrer, verpasste die Qualifikation als 31. um vier Hundertstel. Adrian Pertl und Simon Rueland schieden genauso wie der Weltcup-Führende Atle Lie McGrath (NOR) im ersten Durchgang aus. 

Chance auf Revanche für Schwarz & Co. in Schladming

Allrounder Marco Schwarz, der sich sein Olympia-Ticket mit Siegen im RTL (Alta Badia) und im Super-G (Livigno) längst gesichert hatte, kommt im Slalom nicht in Fahrt. Nach Platz 17 im 1. Durchgang flog er in der Entscheidung raus. In Schladming hat er am Dienstag (RTL) und Mittwoch (Slalom/jew. 17.45 & 20.45 Uhr, ORF1 live) die Chance, es besser zu machen. 

Noch am Sonntagnachmittag wird unser Alpin-Team für die Olympia-Herrenrennen in Bormio nominiert. Bekannt geben wird das ÖOC allerdings alles erst am Montag.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
Auf sport24 finden Sie täglich die aktuellen Berichte und News aus der Welt des Sports – von Fußball bis Tennis, von Formel1 bis US-Sports. Dazu gibt es die Ergebnisse, Daten und Tabellen im Überblick. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten