ORF-Star Rainer Pariasek läuft kurz vor Kitzbühel schon zur Hochform auf. Der Moderator patzte beim Lauberhorn-Rennen in Wengen schwer.
Mit seinem Wunderwachs überraschte Giovanni Franzoni alle - holte sich nach zwei Trainingsbestzeiten für die Abfahrt auch den Sieg im Super-G.
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Damit hatte auch wohl Pariasek nicht gerechnet. Beim Sieger-Interview begrüßte der 61-Jährige den Sensations-Italiener als "Giovanni Franzosi".
Es bleibt wohl nicht der einzige Pariasek-Patzer im Olympia-Winter...
So lief der Wengen-Super-G:
Unglaublich: Trainings-Dominator Giovanni Franzoni (24) jubelt beim Super-G in Wengen über seinen ersten Weltcupsieg. Stefan Babinsky lag nach 30 Läufern auf Platz 2.
Mit Startnummer 1 legte der 24-jährige Italiener eine optisch fehlerfreie Fahrt hin. Doch nur wenige ahnten, dass das bereits für den Sieg reichen könnte. Ein Mitfavorit nach dem anderen zerbrach an den vorgelegten 1:45,19. Mit Nummer 4 kam der Steirer Stefan Babinsky (+0,35) dem Sensationsmann noch am nächsten.
Vorjahrssieger Franjo von Allmen (Startnr. 8) verlor alles im Mittelteil, kam mit 37 Hundertstel Rückstand immerhin als Dritter ins Ziel. Auch Vincent Kriechmayr war oben schnell, ließ aber unten über eine Sekunde liegen, schaffte es nicht einmal in die Top 10 (+1,28) und schüttelte den Kopf: "Überall hab ich ein paar km/h verloren, das summiert sich bei einem derart langen Super-G."
Weltcup-Dominator Marco Odermatt (Startnr. 12) verpasste in seinem "Wohnzimmer" als Vierter (+0,53) das Podest um 18 Hundertstel. RTL-Weltmeister Raphael Haaser wurde in diesem Highspeed-Super-G mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h Fünfter (+0,68).
Tränen für verstorbenen Freund
Seinen Sieg widmet Franzoni seinem im September verunglückten Teamkollegen Matteo Franzoso: "Meine ganze Karriere wird er in Gedanken bei mir sein." Bereits nach seinem dritten Platz beim Super-G in Gröden hatte Franzoni um seinen verstorbenen Freund geweint: "Er war wie ein Bruder für mich."
Franzoni über seinen Premieren-Coup: "Es ist verrückt. Auf dieser Strecke bin ich vor zwei Jahren gestürzt und hab mich schwer verletzt. Hier habe ich aber auch meine ersten Weltcuppunkte geholt. Ich habe viel an meinem Skifahren gearbeitet und in Gröden mein erstes Podest geholt. Jetzt stehe ich ganz oben."
Trotz Premieren-Podest: Babinsky ärgert sich über verpassten Sieg
Der 29-jährige Babinsky feiert sein erstes Weltcup-Podest und ärgert sich trotzdem: "Das Ziel-S hab ich nicht ganz so erwischt, wie ich wollte."