Julia Scheib setzt ihren Erfolgslauf beim RTL von Kranjska Gora fort. Der ÖSV-Superstar muss sich im ersten Rennen nur der Schweizerin Caille Rast geschlagen geben.
Julia Scheib bleibt auch 2026 in der Erfolgsspur. Die Steirerin stand als Riesentorlauf-Zweite in Kranjska Gora am Samstag im sechsten Saisonrennen zum fünften Mal am Podest. Als weiterhin Disziplinführende befüllte die ÖSV-Läuferin ihr Punktekonto mit weiteren 80 Zählern, die in der Endabrechnung noch wertvoll werden könnten. Denn die neuseeländische Mitfavoritin Alice Robinson schied beim ersten Riesentorlauf-Sieg der Schweizerin Camille Rast erneut aus.
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Als Halbzeit-Fünfte fing Scheib nacheinander Mikaela Shiffrin (5.), Lara Colturi (6.) und Paula Moltzan (3.) noch ab. Die Führende Rast behauptete im spannenden Finale aber die Hälfte ihrer vier Zehntel gegenüber Scheib und ist nun erste Verfolgerin der Österreicherin im Kugelrennen. 119 Punkte beträgt Scheibs Vorsprung bei noch vier ausstehenden Riesenslaloms in dieser Saison. 168 sind es auf Robinson, die sie bereits im ersten Durchgang mit erheblichem Rückstand auf dem Kurs ihres Trainers aus dem Rennen verabschiedete.
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Die Aussicht sei sehr cool, an die Weltcupkugel verschwende sie aber keinen Gedanken, meinte Scheib. "Ich muss Rennen für Rennen meine Leistung bringen." Rast erklärte: "Es war ein schöner Battle mit Julia am Semmering und hier wieder." Die Slalom-Weltmeisterin und ihre Kolleginnen waren angesichts der Brandkatastrophe in Crans Montana mit Trauerflor angetreten. "Es war eine schwierige Woche. Sport bringt so viele Emotionen. Ich habe probiert, mein Bestes zu geben und den Leuten gute Emotionen zu bringen."
Scheib als Alleinunterhalterin im ÖSV-Team
Scheib wollte ihren vierten Saisonsieg im ersten Durchgang liegenlassen haben. Das gehöre jedoch zum Rennsport dazu. "Ein Podium ist sehr, sehr cool. Ich bin stolz, dass es wieder hingehaut hat - ein super Tag", sagte die 28-Jährige. Für Abwechslung soll nun der Super-G in Zauchensee sorgen. "Ich werde da ganz sicher an den Start gehen, ich freue mich schon sehr drauf. Zauchensee ist sehr technisch mit einigen coolen Kurven", erklärte Scheib.
Im Riesentorlauf ist sie aktuell Alleinunterhalterin im ÖSV-Team. Zweitbeste Österreicherin war Stephanie Brunner, die nur auf Platz 21 landete. "Die Ergebnisse sind nicht da, die ganze Sicherheit ist nicht da." Dahinter folgte in Abwesenheit der verletzten Katharina Liensberger eine Rückkehrerin. Ricarda Haaser fiel in ihrem erst zweiten Rennen nach dem Kreuzbandriss noch um 10 Plätze auf 24 zurück. "Der erste Durchgang war nicht so schlecht, der zweite war eher daneben."
Franziska Gritsch (35.) und Nina Astner (40.), deren zwölfter Platz vom Semmering vorerst nur ein Ausreißer gewesen ist, verpassten wie die junge Garde im Kollektiv die Qualifikation für die Entscheidung.