Wie der ÖSV überraschend bekannt gegeben hat, verlässt Generalsekretär Christian Scherer den Ski-Verband und wechselt in die Wirtschaft.
Der 41-jährige Tiroler ist seit Oktober 2020 im Amt und habe den Verband in einer Phase der Neuaufstellung "mit großer Ruhe, Umsicht und Verantwortung geführt", erklärte ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober. Scherer verlässt laut Aussendung den Verband auf eigenen Wunsch und wechselt in die Privatwirtschaft.
Scherer war 2012 zum Verband gekommen und unter anderem 2019 Organisationsdirektor der Nordischen WM in Seefeld. Im Herbst 2020 trat er in einer Phase der Unruhe im Verband die Nachfolge von Klaus Leistner als Generalsekretär an. "Die Zeit beim ÖSV war für mich vor allem eines: eine intensive und sehr bereichernde Zusammenarbeit mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam im Team ist es uns gelungen, den Verband in einer herausfordernden Phase gut aufzustellen", erklärte Scherer in einer ÖSV-Aussendung. Er werde "den Übergang bis in den Herbst aktiv begleiten und meine Aufgaben geordnet übergeben".
"Wirtschaftliche Basis stabilisiert"
Lob für seine Arbeit gab es von der Präsidentin. "Es ist unter seiner Führung gelungen, die wirtschaftliche Basis des Verbandes nachhaltig zu stabilisieren, das internationale Gewicht als Stimme für den Ski- und Snowboard-Sport zu sichern und die wichtigsten Partnerschaften sowohl hinsichtlich der Medienrechte als auch der Verbands- bzw. Event-Sponsorings langfristig zu verlängern. Damit wurde eine erfolgreiche Basis für eine weitere positive Entwicklung geschaffen", erklärte Stadlober. "Christian hat unseren Verband auch in herausfordernden Zeiten mit bemerkenswerter Ruhe geführt und damit eine starke wirtschaftliche Basis für die kommenden Jahre geschaffen", sagte Sportdirektor und Geschäftsführer Mario Stecher.
Die Geschäftsführung im ÖSV wird nun neu aufgestellt, im Mai beginnt die Suche nach einem neuen Generalsekretär. "Der Fokus der zukünftigen Funktion liegt weiterhin insbesondere auf den kommerziellen Bereichen sowie der strategischen Positionierung des ÖSV", gab Stadlober bekannt.