"Mothl" und Co jagen nächstes US-Stockerl

Ski Herren

"Mothl" und Co jagen nächstes US-Stockerl

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Nach einem zweiten Platz von Matthias Mayer im ersten von zwei Super-Gs planen unsere ÖSV-Herren schon am Freitag (18:45 Uhr) den nächsten Streich in Beaver Creek.

Der erste von zwei Super-Gs des Olympia-Winters auf der wilden „Birds of Prey“ in Beaver Creek hatte es in sich. Am Donnerstag gab es zahlreiche Ausfälle zu verzeichnen - selbst einige Stars wurden nicht verschont. Allerdings bietet sich schon am Freitag (ab 18:45 Uhr im Sport24-LIVE-Ticker) die nächste Gelegenheit im Super-G Wiedergutmachung zu betreiben, dann nämlich dürfen die Speed-Herren einen neuen Versuch wagen.

Dabei erhofft man sich einen besseren Rennstart als am Donnerstag zu erwischen: Mit Nummer 1 raste Mathieu Baillet (FRA) ins Fangnetz. Italo-Topstar Dominik Paris fädelte auf dem von Norwegen-Trainer Anderson gesetzten Kurs ein. Schlecht für Olympiasieger Matthias Mayer, der mit Startnummer 3 keine Vorzeigefahrt bekommen hatte. Immerhin schaffte es der Kärntner in dem selektiven Highspeed-Run (bis 120 km/h) als erster Läufer ins Ziel. Seine Handbewegung hieß: War ein wilder Ritt! Was ist die Zeit wert? Weltmeister Vincent Kriechmayr (5) veragab seine Chancen vorm Zielsprung, er blieb 24 Hundertstel hinter Head-Ski-Kollege Mayer.

Dann legte Favorit Marco Odermatt los. Der Sölden-RTL-Sieger ging volles Risiko, war in 1:08,61 fast 8 Zehntel schneller als Mayer. An die Topzeit des Schweizers, 2019 letzter Super-G-Sieger in Beaver Creek, kam keiner heran. 2018er-Champion Max Franz wurde von einer Welle überrascht – Aus! Mit Romed Baumann (GER) und Alex Kilde (NOR) erwischte es noch zwei Topleute.

»Crazy« Broderick wird sensationell Dritter

Als Odermatt bereits Siegerinterviews gab, feiern die Fans im Zielraum Broderick Thompson (27/CAN) – Sensationsdritter mit Nr. 35! „Bei mir gibt’s nur Vollgas“, so der „Crazy Canuck“.

Mayer: »Nicht optimal, gewonnen hätte ich nicht«

Mayer, auch im Gesamtweltcup Zweiter hinter Odermatt, wusste vorerst nicht recht, ob er sich freuen soll: „Das war nicht optimal. Baillet vor mir hätte ich mir gern angeschaut. Aber Odermatt war ohnehin kaum zu knacken.“ Kriechmayr („Ich hab beim letzten Sprung abgebremst, als ob ich schon im Ziel wäre“) verpasste als Fünfter das Podest um 7 Hundertstel und gestand: „Odermatt war für alle unerreichbar.“

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