Andreas Puelacher

ÖSV-Herrenchef im Interview

Puelacher: "Wenn andere schwächeln, sind wir da"

Artikel teilen

Andreas Puelacher über die Jagd auf Gesamtweltcup und Hirschers Trainings-Videos.

Nach der anstrengenden Nordamerika-Tournee hatte der ÖSV-Herrenchef zwei Tage Zeit, um daheim in Tirol durchzuatmen. Gestern ging's im Dienst-Audi über verschneite Alpenpässe ins über 800 Kilometer entfernte Val-d'Isère.

ÖSTERREICH: Wie zufrieden sind Sie mit den Nordamerika-Rennen?

ANDREAS PUELACHER: Ich freu mich nicht nur über die Podestplätze von Mayer, der jetzt eindeutig der Leader im Team ist. Vinc Kriechmayr fehlt nur mehr ganz wenig ganz vorne. Unterm Strich war jeder Einzelne in mindestens einem Rennen stark.

ÖSTERREICH: Welche Chancen geben Sie Mayer im Kampf um den Gesamtweltcup?

PUELACHER: Ich hab immer gesagt: Favoriten sind andere, aber wenn die schwächeln, müssen wir da sein. Auch wenn Mayer in Abfahrt und Super-G regelmäßig aufs Podest fährt, fehlt ihm eine dritte Disziplin.

ÖSTERREICH: Ist der Riesentorlauf ein Thema?

PUELACHER: Nur, wenn es sich ergibt. Mothe soll sich auf die Speed-Disziplinen konzentrieren. Die Rennen in Gröden sind viel wichtiger als Val-d'Isère.

ÖSTERREICH: Ist ein Comeback von Schwarz in Val-d' Isère realistisch?

PUELACHER: Abwarten. Sofort, wenn einer wieder Ski anzieht, wird spekuliert ...

ÖSTERREICH: Sie spielen auf das Stangen-Comeback von Marcel Hirscher an, oder?

PUELACHER: Auf diese Frage hab ich schon gewartet. Wie man im Video sieht, schaut Marcel topfit aus, er muss voll im Training sein. Klar tut es weh, dass so ein Topstar keine Rennen mehr fährt. Andererseits ist es schön, dass er noch immer Spaß am schnellen Skifahren hat.

OE24 Logo