Beaver Creek Absage

Sechste Absage

Total-Ausfall in Beaver Creek: Auch Super-G muss abgesagt werden

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Das Warten auf den Speed-Auftakt der Herren geht weiter: Auch der Super-G von Beaver Creek muss abgesagt werden. Es ist bereist die sechste Absage beim siebenten Renn-Versuch.

Die Abfahrer im alpinen Ski-Weltcup kehren unverrichteter Dinge aus Nordamerika nach Europa zurück. Nach dem Totalausfall am Matterhorn fielen auch in Beaver Creek alle drei Rennen wegen des Wetters aus. Nach den zwei Abfahrten konnte am Sonntag auch der Super-G auf der "Birds of Prey" nicht stattfinden. Wie am Vortag herrschte im Skigebiet im US-Bundesstaat Colorado zu viel Wind.

Von sechs geplanten Männer-Rennen wurde nur der Slalom in Gurgl programmgemäß durchgeführt. Die Speed-Spezialisten versuchen die nächste Eröffnung mit drei Rennen ab übernächsten Donnerstag in Gröden. In Südtirol soll auch eine der abgesagten Matterhorn-Abfahrten nachgetragen werden.

Termin-Problem für Speed-Stars

Die Chancen, dass die weiteren vier Bewerbe im dicht gedrängten Weltcup-Kalender untergebracht werden können, sind nicht allzu groß. Zusätzliche Rennen in Wengen und/oder Kvitfjell sind im Gespräch. Am kommenden Wochenende sind wieder die Techniker dran. Sie fahren in Val d'Isere einen Riesentorlauf und Slalom.

ÖSV-Alpindirektor Herbert Mandl erwartete angesichts des Wintereinbruchs auch in Europa eine komplizierte Rückreise. "Der Rückzug wird sicher turbulent, dass dann alle wirklich wieder rechtzeitig nach Europa kommen." Der erste von zwei geplanten US-Trips - Ende Februar auf März sind in Palisades Tahoe und Aspen Technik-Rennen geplant - sei dennoch nicht umsonst gewesen, betonte Mandl. Das bisher in Europa wegen der Schneeverhältnisse zu kurz gekommene Speedtraining sei sehr gut gewesen.

Speed-Chef Sepp Brunner erklärte, dass eine Renndurchführung bei dem Sturm und den Böen viel zu gefährlich gewesen wäre. "Ich bin schon lange da, das hat es hier noch nie gegeben, das ist wirklich ein Pech." Das gute Training in Copper Mountain wolle man nun mit nach Europa nehmen, er hoffe, dass das ein oder andere Rennen im Laufe des Winters nachgetragen wird.

Wetter ist ein "Reizthema"

Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer meinte ob der Serienabsagen, dass man in Beaver Creek einfach Wetterpech gehabt habe. Angesprochen auf Zermatt sagte er. "Das ist ein Reizthema, wir wissen, dass diese Rennen von der Skisportszene nicht unbedingt gewünscht sind. Dass Lake Louise der bessere Termin wäre, ist klar." Österreichs Speedmannschaft wird daheim ein paar Tage pausieren und vor der Abreise nach Gröden nochmals auf Schnee gehen. Marco Schwarz indes wird Slalom und Riesentorlauf trainieren, ehe es für ihn nach Val d'Isere geht.

"Es ist natürlich sehr schade. Wir sind mit dem Ziel hergefahren, drei coole Rennen zu fahren", haderte der Kärntner Allesfahrer Schwarz, der in Gurgl Zweiter geworden war. "Ich fahre trotzdem mit einem positiven Gefühl heim, weil wir eine sehr gute Trainingswoche in Copper Mountain hatten und die Trainings da gut funktioniert haben."

Vincent Kriechmayr fand die Situation "sehr bitter", aber gegen das Wetter sei man machtlos, das gehöre im Skifahren dazu, dass man dem ausgesetzt sei. "Ich bin guter Dinge, dass wir in Gröden Rennen fahren werden." Nach dem Dreifach-Sieg der österreichischen Slalomartisten hätten auch die Abfahrer gerne gezeigt, was sie drauf haben. "Es war ein fulminanter Auftakt in Gurgl, das hat viele positive Emotionen in die ganze Mannschaft getragen. Das nehmen wir für die nächsten Rennen mit", sagte Mandl.

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