Jan Hörl und Stephan Embacher haben am Samstag den ersten Superteambewerb der Skisprung-Saison in Zakopane gewonnen.
Das ÖSV-Duo, das bei der Vierschanzen-Tournee die Gesamtränge zwei und drei belegt hatte, feierte in dem olympischen Bewerb einen klaren Start-Ziel-Sieg nach insgesamt sechs Sprüngen 47,6 Punkte vor dem ohne Tourneesieger Domen Prevc angetretenen Slowenien und 64,1 vor Polen. Es war seit Bestehen dieses Bewerbes der zweite volle Erfolg für Österreich.
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Hörl sorgte gleich zu Beginn mit einem 141-m-Satz für den perfekten Start und legte in den Versuchen danach erneut 141 und 133 m nach. Embacher war bei seinem ersten Antreten in der verkleinerten Mannschaftskonkurrenz mit 134 und zweimal 130 Metern ebenfalls solide.
Hörl zu seinen Sprüngen: "Zwei waren Bombe"
Hörl war in diesem Bewerb, bei dem allerdings auch einige Asse fehlten, der klar beste Mann. Den Vergleich mit Prevc, der im Gegensatz zu Daniel Tschofenig und Stefan Kraft in Zakopane weilt, wird man am Sonntag im Einzelbewerb sehen. "Zwei waren Bombe, der dritte war ein bisserl abgesessen", sagte Hörl im ORF zu seiner Performance. "Ich bin doch nicht mehr gewohnt, dass ich fünf Sprünge am Tag mache." Zum großen Vorsprung meinte er: "Es hat keiner von uns ausgelassen. Stephan hat einen Superjob gemacht, ich habe super Sprünge gezeigt."
Für den Einzelbewerb (Sonntag, 16.00 Uhr, live ORF 1) hofft Hörl, dass er seine tolle Tagesverfassung mitnehmen kann. Nicht ganz so zufrieden war Embacher. "Das Ergebnis ist mega, erster Platz mit Jan gemeinsam, es war ein cooler Tag. Die Sprünge waren leider noch nicht ganz so gut, sie waren immer sehr spät (beim Absprung, Anm.)." Hörl sei brutal gut gesprungen - "wie eine Maschine." Cheftrainer Widhölzl zog den Hut vor seinen Athleten. "Klar waren nicht alle am Start, aber sie haben es extrem gut gemacht."
Der nur auf zwei Athleten reduzierte Teambewerb ersetzt künftig den traditionellen Mannschaftsbewerb mit vier Athleten bei den Olympischen Spielen. Gesprungen wird in drei Durchgängen, zunächst mit 14, dann 12 und im Finale mit acht Nationen.