Suarez flüchtet zu Mama & Kindern

Nach Beiß-Affäre:

Suarez flüchtet zu Mama & Kindern

"Beißer" will gegen das Urteil vorgehen - FIFA rät ihm zum Psycho-Doc.

Obwohl Tausende Fans am Flughafen von Montevideo warteten, kam Suárez über die Hintertür. Der Skandal-Stürmer landete mit einem Privatjet auf einem Militärflughafen und wurde direkt ins Haus seiner Mutter chauffiert.

Auch dort hatten sich längst Fans versammelt, die lautstark Gesänge anstimmten. Blitzlichtgewitter, als sich Suárez dann auf dem Balkon des Hauses zeigte. Mit seinen Kindern auf dem Arm. Uruguay feiert Suárez, der mit seiner Beiß-Attacke gegen Italiens Giorgio Chiellini für den größten Skandal der WM gesorgt hatte.

Er trank mit 14, verteilte Kopfnüsse an Schiris
Der Uru-Star stammt aus armen Verhältnissen, hatte mit 14 Alkoholprobleme, verpasste sogar Schiris Kopfnüsse. Mit 16 riss er sich zusammen und wurde ein Weltklasse-Kicker.

Liverpool-Kollege Steven Gerrard sagt: "Luis ist der beste Spieler, mit dem ich jemals zusammengespielt habe." Während ihm die FIFA psychologische Betreuung anrät, will Suárez gegen das Urteil (vier Monate, neun Spiele) vorgehen. Er beteuert: "Ich wurde instabil und bin auf meinen Gegner gefallen. Als mein Gesicht den Spieler traf, bekam ich eine kleine Prellung an der Wange und spürte starke Schmerzen an den Zähnen."

Opfer Chiellini hat Mitleid
Italiens Teamkicker Giorgio Chiellini, der von Suárez in die linke Schulter gebissen wurde, hat jetzt Mitleid: "Ich hege keine Gefühle der Schadenfreude, der Rache oder des Zorns." Die Strafe von vier Monaten und neun Länderspielen empfindet Chiellini als viel zu hart.

Bleibt Liverpool jetzt auf Suárez sitzen?
Eigentlich wollten die Reds mit dem Uru-Stürmer richtig Kohle machen. Vor der Bissattacke meldeten bereits Real Madrid und FC Barcelona Interesse an. Laut Daily Mail hatte Liverpool für Suárez, zuletzt Torschützenkönig der Premier League, eine Ablösesumme von 120 Mio. Euro festgeschrieben. Daraus wird jetzt nichts werden.

Liverpool wartet noch auf den Endbericht der FIFA, will dann über einen möglichen Einspruch gegen die Sperre entscheiden. Suárez darf bis Ende Oktober nicht für die Reds spielen.