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Schlieri, Morgenstern stärkste ÖSV-Adler

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Bei teils stark unterschiedlichen Anlauflängen zeigten Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern von den ÖSV-Adlern die stärksten Leistungen. Schweizer Ammann ebenfalls stark. Kleiner Olympiabakken kommt auch "Fliegern" entgegen.

Für Österreichs vielleicht mit den größten Vorschusslorbeeren zu den Olympischen Spiele nach Kanada gereiste Athleten hat der Saisonhöhepunkt am Mittwoch mit dem ersten Training begonnen. Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer hinterließen nach den ersten drei Sprüngen von der Normalschanze im Whistler Olympic Park den besten Eindruck aus dem ÖSV-Lager, aber auch der Schweizer Simon Ammann zeigte sich in prächtiger Form.

Die Sätze vom kleinen Bakken waren die ersten überhaupt für den Weltcup-Tross, da ja im Vorjahr die Generalprobe für die Spiele auf der Großschanze absolviert worden war. "Es ist eine wunderschöne Schanze. Es ist für alle Springer alles dabei, sie hat einen sehr guten Rhythmus, und man kann auch ganz schön fliegen", meinte Cheftrainer Alexander Pointner im Schanzenauslauf zum ersten Eindruck.

Bei leichtem Schneefall zeigte Doppel-Olympiasieger Morgenstern die weitesten Flüge der ÖSV-Adler, er landete bei 103, 105 und 106,5 Metern. Er zeigte damit eine ähnliche Performance wie Ammann, der einer der größten Favoriten und ebenfalls ein Doppel-Olympiasieger (2002) ist.

Gregor Schlierenzauer reizte die Schanze und auch seine Möglichkeiten wie wohl die meisten anderen noch nicht voll aus. "Das war heute ein lockeres Training, um wieder reinzufinden, was nicht ganz leicht war nach Willingen auf der großen Schanze. Ich bin sehr zufrieden, es ist noch viel Potenzial da." Die Normalschanze bei den XXI. Winterspielen gefällt ihm vom Profil her gut. "Sie erinnert mich ein bisschen an meine Junioren-WM-Schanze in Kranj", meinte der 32-fache Weltcupsieger. Dort hatte er vor vier Jahren Gold geholt.

Die weiteren Favoriten auf die Startplätze am Samstag (18.45 Uhr MEZ) sind Tourneesieger Andreas Kofler und Normalschanzen-Weltmeister Wolfgang Loitzl. Martin Koch, der sich eher auf großen Schanzen wohlfühlt, weiß, dass seine Karten nicht die besten sind. Pointner ließ dies aber offen. "Wir haben alles sehr offen gespielt, dass heißt, ich habe bei der Besprechung gesagt, dass alle die Möglichkeit haben, beim Wettkampf dabei zu sein." Am Donnerstag (Ortszeit) stand ein weiteres Training auf dem Programm, am Freitag gibt es neben der Qualifikation ebenfalls noch Trainingsmöglichkeiten.

Trainingsergebnisse (mit teilweise stark unterschiedlichen Anlauflängen)
Thomas Morgenstern (AUT) 103 m - 105 - 106,5
Gregor Schlierenzauer (AUT) 101 - 103,5 - 102,5
Andreas Kofler (AUT) 98 - 99 - 100
Wolfgang Loitzl (AUT) 97 - 100 - 99
Martin Koch (AUT) 97 - 100 - 95,5

Simon Ammann (SUI) 104,5 - 105,5 - 106,5
Adam Malysz (POL) 102,5 - 104 - 101
Janne Ahonen (FIN) 101,5 - 104 - 102
Anders Jacobsen (NOR) 103 - 107 - 102
Martin Schmitt (GER) 103 - 101,5 - 104
Tom Hilde (NOR) 102 - 103,5 - 102,5
Anders Bardal (NOR) 105,5 - 104,5 - 102

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