Der Golfstaat Kuwait hat am zweiten Tag der Waffenruhe-Vereinbarung im Iran-Krieg "feindliche Drohnenangriffe" gemeldet.
Die Drohnen seien in den Luftraum des Landes eingedrungen und hätten "mehrere wichtige Einrichtungen" zum Ziel gehabt, erklärte die Armee am Donnerstag im Onlinedienst X unter Verweis auf Angaben des Verteidigungsministeriums. Die Abwehrsysteme seien aktiviert worden.
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Es war der erste gemeldete Angriff in einem Golfstaat am Tag nach der Bekanntgabe einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen den USA und dem Iran. Diese war in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) verkündet worden. Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
Drohnenangriff auch auf US-Einrichtung in Bagdad
Nach einem Drohnenangriff auf eine diplomatische Einrichtung der USA in Bagdad bestellte US-Vizeaußenminister Christopher Landau den irakischen Botschafter ein. Das teilt das Außenministerium in Washington mit. Landau kritisierte das Versäumnis der Regierung im Irak, die Angriffe zu verhindern. Er erkannte jedoch die Bemühungen der dortigen Sicherheitskräfte bei der Reaktion auf die Vorfälle an. Zuvor hatte die US-Botschaft in Bagdad einer mit dem Iran verbündeten irakischen Miliz vorgeworfen, mehrere Drohnenangriffe nahe dem internationalen Flughafen der Hauptstadt verübt zu haben.