Islamabad-Gipfel

Showdown in Pakistan: Trumps Team trifft auf Irans Führung

Erstmals seit Kriegsbeginn treffen US-Vizepräsident JD Vance und hochrangige Vertreter Irans direkt aufeinander.

Am Wochenende blickt die Welt gespannt nach Pakistan. In Islamabad werden sich die USA und der Iran am Verhandlungstisch gegenüber sitzen. Für Washington reist US-Vizepräsident JD Vance an, begleitet vom 69-jährigen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner (45), dem Schwiegersohn von Donald Trump (79). Die iranische Seite wird durch Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi (63) vertreten. Die Erwartungen sind hoch, doch die Positionen liegen extrem weit auseinander.

Teheran hat einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, den Trump zunächst als "brauchbare Grundlage" bezeichnete. Ein zentraler Aspekt ist die Straße von Hormuz: Der Iran will dort Transitgebühren von bis zu zwei Millionen Dollar pro Schiff einheben, um den Wiederaufbau zu finanzieren. Zudem fordert Teheran ein sofortiges Ende aller Angriffe durch die USA und Israel sowie die Aufhebung sämtlicher Sanktionen und milliardenschwere Kompensationszahlungen für Kriegsschäden. Der Iran beharrt weiter auf dem Recht zur zivilen Uran-Anreicherung.

Trumps harte nukleare Linie

Die USA kontern mit einem 15-Punkte-Katalog, der die vollständige nukleare Abrüstung Irans verlangt. Das Mullah-Regime soll sich verpflichten, niemals Atomwaffen zu bauen. Rund 440 Kilogramm hochangereichertes Uran sollen an die IAEA übergeben werden. Trump sagte dazu: "Das wird perfekt geregelt sein, sonst hätte ich mich nicht darauf eingelassen." Im Gegensatz zu iranischen Darstellungen fordert Washington das komplette Ende jeder Uran-Anreicherung auf iranischem Boden. Anlagen wie Natanz, Isfahan und Fordow müssten demnach demontiert werden, während die IAEA weitreichende Kontrollen erhalten soll.

Streit um Raketen und Milizen

Ein weiterer Knackpunkt in Islamabad ist das iranische Raketenprogramm. Die USA wollen die Entwicklung von Langstreckenraketen verbieten und die Unterstützung für Gruppen wie die Hisbollah, die Huthi oder irakische Milizen stoppen. Ein iranischer Offizieller bezeichnete die Forderungen in Trumps 15-Punkte-Plan bereits als "unrealistisch und unvernünftig".

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