Die Lage ist kritisch, doch jetzt beginnt die große Rettungsaktion. Der schwer angeschlagene Buckelwal "Timmy" soll trotz schlechter Prognosen gerettet werden. Die nächsten Stunden könnten über sein Schicksal entscheiden.
Timmys Zustand verschlechtert sich weiter dramatisch. Mittlerweile hat sich sogar Flüssigkeit in seiner Lunge gebildet. Trotzdem fiel eine überraschende Entscheidung: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus gab grünes Licht für eine Rettungsaktion. Am Donnerstagmorgen wurde der Einsatz gestartet, trotz erheblicher Risiken.
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Risiko-Plan trotz schlechter Chancen
Fachleute warnen eindringlich vor zu großen Hoffnungen. Einschätzungen von Experten zufolge sind die Chancen auf eine erfolgreiche Rettung äußerst gering. Gleichzeitig besteht ein hohes Risiko, dass sich der Wal bei dem Versuch zusätzlich verletzt. Dennoch fiel die Entscheidung, den Eingriff durchzuführen. Eine letzte Chance für das Tier.
Hier kann die Rettungsaktion live mitverfolgt werden:
Kritik kommt unter anderem von Greenpeace. Die Organisation hält die Aktion für nicht sinnvoll, da der Wal ihrer Einschätzung nach bereits zu stark geschwächt und krank ist. Auch politisch sorgt das Vorgehen für Diskussionen. Vertreter der CDU zeigten sich überrascht über die Initiative, betonten jedoch, dass bei allen Maßnahmen das Wohl des Tieres im Vordergrund stehen müsse.
So soll die spektakuläre Rettung ablaufen
Die geplante Rettung ist technisch aufwendig. Zunächst soll der Untergrund unter dem Tier freigespült werden, um es beweglich zu machen. Anschließend wollen die Einsatzkräfte Luftkissen unter den Wal platzieren, um ihn behutsam anzuheben. Im nächsten Schritt ist vorgesehen, Timmy auf eine Plane zu verlagern, die zwischen zwei Pontons gespannt wird. Von dort aus soll er mithilfe eines Schleppers in Richtung offene See transportiert werden. Idealerweise zurück in tiefere Gewässer von Nordsee oder Atlantik.
Erste Helfer schon im Wasser
Die Aktion ist bereits im Gange. Mehrere Taucher haben sich auf Stand-Up-Paddeln zu dem Tier begeben. Timmy befindet sich derzeit in nur etwa 1,40 Meter tiefem Wasser. Das Team arbeitet inzwischen direkt am Wal. Um ihn zu stabilisieren, wird er fortlaufend mit Wasser benetzt, sowohl per Hand als auch mithilfe technischer Vorrichtungen.
Entscheidende Stunden für Timmy
Jetzt zählt jede Minute. Während die Helfer alles geben, bleibt unklar, ob Timmy die Strapazen überhaupt übersteht. Die nächsten Stunden werden zeigen, ob die riskante Rettungsaktion gelingt oder ob der Kampf um den Wal verloren geht. Ganz Europa blickt gespannt auf die dramatische Operation.