Jessica Schwarz: Schön wie Romy

Am 11.11. im TV

© SWR/Hans-Joachim Pfeiffer

Jessica Schwarz: Schön wie Romy

Mal kaiserliche Prinzessin, dann wieder französische Femme fatale: Romy Schneider hatte viele Gesichter. „Ihr entziffert mich nie“, warnte sie Biografen schon zu Lebzeiten. Schauspielerin Jessica Schwarz (32) geht das Wagnis dennoch ein: Am 11. November schlüpft sie im ORF-Hauptabendfilm Romy in die Rolle der Filmikone.

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TV-AUSTRIA traf die Deutsche, die ihre Karriere 1993 als Bravo-Girl startete, zum Interview über ihr Idol.

TV-AUSTRIA: Wie nähert man sich einer Schauspielikone wie Romy Schneider an?
Jessica Schwarz: Toll ist bei ihr, dass es irrsinnig viel Material gibt. Romy Schneider hat alles in Tagebüchern festgehalten. Die habe ich gelesen, dazu Biografien, Bildbände, Dokumentationen. Ich habe Menschen getroffen, die sie kannten. Und ich habe ihr Parfum eine Weile getragen während des Drehs. Bis ich dann nicht mehr konnte und nur mehr Kopfschmerzen hatte. Es war ein sehr, sehr starkes Parfum (lacht).

TV-AUSTRIA: Viele Schauspielerinnen hätten wohl den direkten Vergleich gescheut. Hatten Sie nie Bedenken?
Schwarz: Doch, natürlich. Romy ist eine Frau, die in so vielen Köpfen ist. Jeder hat so seine Gefühle über sie, jeder sein eigenes Bild. All diese Romys zu erfüllen, ist fast nicht machbar. Da musste ich meine eigene Interpretation finden. Und entweder man glaubt die mir, oder man wird mich dafür hängen!

TV-AUSTRIA: Wie war Ihr Verhältnis zu Romy vor dem Filmdreh? Sahen Sie sie als Idol?

SChwarz: Sie war immer mein großes Vorbild. Während meiner Modelzeit meinten einige Visagisten, du hast Ähnlichkeit mit Romy Schneider. Da habe ich mir die Filme angesehen. Sissi schon in jüngeren Jahren. Ich war ein Durchschnittsmädchen mit Barbie-Puppen und Prinzessinnenträumen vom Ritter mit dem Schimmel oder dem Prinzen mit dem Pferd. Ich habe mir immer mit einer Freundin mein Bettzeug mit einem Gürtel umgeschnallt – große, dicke Daunendecken und meine schönste Bettwäsche – und bin durch die Gärten gewandelt (lacht.)

TV-AUSTRIA: Sehen Sie persönliche Parallelen zu Romy? Oder auch Seiten, die Sie nicht nachvollziehen können?

Schwarz: Ich kann ihre Versagensängste als Schauspielerin verstehen, gerade jetzt. Sonst sind wir, glaube ich, beide sehr offene Menschen ohne Vorurteile und mit einem großen Gerechtigkeitssinn. Klar denkt man sich auch, vielleicht hätte sie da oder dort einfach mal mehr den Mund aufmachen müssen und sagen, was sie denkt. Aber Romy wollte immer eine gewisse Harmonie herstellen. Da passiert es natürlich, dass man viel schluckt und verdrängt. Das war sicher ein schwacher Punkt.

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