Staatsoper: Nurejews Erbe lebt

Ballett-Kritik

Staatsoper: Nurejews Erbe lebt

Der Titel sollte an eine Legende erinnern, die immer noch lebendig ist. Rudolf Nurejew hat als Tänzer und Choreograf in Wien und Paris Maßstäbe gesetzt. Seiner unverwechselbaren Persönlichkeit galten 13 Nummern eines vierstündigen Programms des Wiener Staatsballetts. Sie waren durch Video-Zuspielungen von der aktuellen Probenarbeit ideal voneinander getrennt, gaben Solisten und Corps Präsentations-Möglichkeiten in unterschiedlichen Stilen. Dass Ballett außer großem technischem Können auch Leidenschaft braucht, war endlich wieder zu sehen.

Wunderbar
Manuel Legris, der neue Chef, trat in zwei Szenen selbst auf; er und seine Partnerin Nina Polakova überzeugten als Menschengestalter, nicht nur als Tänzer. Ebenso Olga Esina und Kirill Kourlaev (Notre Dame), Eno Peci, Mihail Sosnovschi (in Before Nightfall ebenfalls mit der Polakova) – um ein paar Höhepunkte zu nennen. Dirigent Vello Pähn achtet gleichermaßen auf Bühnenaktion und musikalischen Charakter. Ein wunderbarer Abend. (Nächste Nurejew-Gala: 23. Juni 2012.)
 

Autor: Karl Löbl
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