Anklage in Geldwäsche-Skandal

Sean Connery

Anklage in Geldwäsche-Skandal

Schauspieler Sean Connery und seine Frau Micheline Roquebrune sind in einem Geldwäsche-Skandal vorgeladen, wie die spanische Zeitung El Pais berichtet. Sie sollen als Angeklagte in einem neuen Fall aussagen, der im Zuge von Geldwäsche im Immobiliensektor an der spanischen Costa del Sol aufgekommen ist.

Der Star-Schauspieler und seine Frau müssen in den nächsten Tagen vor Gericht in Marbella zusammen mit fünf Anwälten, die in den Fall verstrickt sein sollen, erscheinen.

Geheimakte
Der Fall wird derzeit als Geheimakte geführt und ist Teil einer groß angelegten Investigation. Verschiedene Immobiliengeschäfte werden untersucht, die unter der Amtszeit von Jesus Gil, ehemaliger Bürgermeister von Marbella, abgewickelt wurden. Im April 2002 verbrachte Jesus Gil eine Woche in Untersuchungshaft, da ihm vorgeworfen wurde, Gelder veruntreut zu haben. Er verstarb im Mai 2004.

Am Mittwoch wurden die Büros der Anwaltsfirma Díaz-Bastien & Truan durchsucht. Es soll bislang zu keinen Festnahmen gekommen sein. Vermutlich stehen die Durchsuchungen mit der Neueinstufung eines von Connery im Jahr 1999 verkauften Grundstücks in Verbindung, heißt es in einem Bericht weiter.

1999 verkaufte Connery seine Villa in Marbella. Nach dem Abriss des Hauses wurde ein vierstöckiges Haus mit Luxus-Appartements errichtet. Einem Bericht des El Pais zufolge erfüllt das Gebäude nicht die baulichen Bestimmungen.

Rechtstreit um Diamanten
Sean Connery stand bereits 2009 wegen eines Rechtsstreits über Diamanten in Genf vor Gericht: Ein ehemaliger Freund warf dem schottischen Star vor, einige seiner Besitztümer nach einem Streit verkauft zu haben: Connery hatte dem Mann in den 70er-Jahren vier Millionen Dollar für Immobilienprojekte geborgt. Als Kreditsicherheit habe der Geschäftsmann Aktien, Immobilien und Diamanten im Wert von damals zehn Millionen Dollar gegeben. Der Schauspieler verlangte sein Geld später zurück, doch der konnte nicht umgehend bezahlen. Daher soll Sean Connery die Wertgegenstände verkauft haben.

Die Familie des Mannes (der inzwischen verstorben ist) behauptet, Connery habe durch den Verkauf der Garantien mehr Geld erhalten, als er ursprünglich investiert hatte. Außerdem sei der Kredit zurückgezahlt worden.

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