Dating Fatigue

Mit diesen 10 Neuerungen will Tinder wieder Dating-App Nr. 1 werden

Dating-Apps kämpfen mit „Dating-Fatigue“, immer mehr Nutzer:innen sind vom endlosen Swipen genervt. Besonders Tinder verliert bei Jüngeren an Strahlkraft, während Konkurrenten wie Hinge und Bumble aufholen. Mit 10 Neuerungen will Tinder jetzt gegensteuern. 

Der Dating-Markt hat gerade… sagen wir: eine kleine Midlife-Crisis. „Dating-Fatigue“ ist das Buzzword der Stunde. Heißt konkret: swipen, chatten, ghosten - und das Ganze wieder von vorne - fühlt sich für viele inzwischen eher nach Nebenjob als nach Romcom an. 

Mit diesen 10 Neuerungen will Tinder wieder Dating-App Nr. 1 werden
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Dazu kommt: Das Verhalten auf Dating-Plattformen verändert sich. Wer heute über Dating-Apps spricht, landet ziemlich schnell bei den drei großen Namen: Tinder, Hinge und Bumble. Während Hinge sich als „App designed to be deleted“ inszeniert und Bumble mit seinem feministischen Ansatz punktet, wirkt Tinder, zumindest bei vielen jüngeren Nutzer:innen, manchmal ein bisschen wie der Club, in dem man früher immer war, der aber plötzlich nicht mehr ganz so cool wirkt.

Doch der einstige Platzhirsch will das nicht einfach hinnehmen. Mit einer ganzen Reihe neuer Features versucht Tinder, wieder mehr Spaß, mehr Sicherheit und vor allem mehr echte Verbindungen in die App zu bringen. 

Mit diesen 10 Neuerungen will Tinder wieder Dating-App Nr. 1 werden
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1. Neue Modi für bessere Matches

Tinder baut seine sogenannten Modes weiter aus, also spezielle Matching-Filter für bestimmte Interessen oder Stimmungen.

  • Music Mode (neu gestaltet): Matches basieren stärker auf gemeinsamen Musikvorlieben. Wer also denselben Künstler liebt oder heimlich immer noch die gleichen 2000er-Hits hört, hat direkt einen Gesprächseinstieg. 
  • Astrology Mode: Für alle, die wissen wollen, ob Skorpion und Wassermann wirklich eine gute Idee sind. Matches werden hier anhand astrologischer Kompatibilität vorgeschlagen. 

Musik-Fans profitieren dabei auch von der Integration mit Spotify, das schon länger mit Tinder verbunden ist. 

2. Dating wird wieder sozialer: Events und Video-Speed-Dating

Tinder experimentiert außerdem mit neuen Live-Formaten, die Dating wieder ein bisschen spontaner machen sollen.

  • Events (Beta): Nutzer:innen können lokale Events entdecken und dort auch offline neue Leute kennenlernen. Der erste Pilot startet in Los Angeles, aber wenn das funktioniert, könnte das schnell global ausgerollt werden.
  • Video-Speed-Dating: Live-Video-Events, bei denen man mehrere kurze Gespräche hintereinander führt. Ein bisschen wie klassisches Speed-Dating, nur eben digital. 

Die Idee dahinter: Mehr echte Interaktion statt endloser Chats. 

3. Mehr Sicherheit gegen unangenehme Matches

Ein großes Thema für Tinder ist auch Vertrauen und Sicherheit. Einige Funktionen sollen dabei helfen, respektloses Verhalten früher zu erkennen.

  • Face Check: Eine verpflichtende Live-Selfie-Prüfung soll Fake-Profile reduzieren.
  • „Are You Sure?“ (KI-Upgrade): Eine Funktion, die Nutzer:innen vor dem Absenden warnt, wenn eine Nachricht potenziell verletzend wirkt.
  • „Does This Bother You?“: Erkennt problematische Nachrichten beim Empfang und erleichtert das Melden. Neu ist auch eine Auto-Blur-Funktion, die unangemessene Inhalte automatisch ausblendet. 

4. KI soll Dating-Fatigue reduzieren

Auch Tinder setzt stärker auf künstliche Intelligenz.

  • Chemistry: KI-basierte Match-Empfehlungen sollen besser verstehen, welche Profile wirklich interessant sind.
  • Camera Roll Scan: Fotos aus der eigenen Galerie werden analysiert, um Persönlichkeits-Insights im Profil hervorzuheben.
  • Lernmodus: Ein System, das aus dem Verhalten in der App lernt und Vorschläge entsprechend anpasst.

Kurz gesagt: weniger blindes Swipen, mehr relevante Matches. 

5. Neue Partnerschaften für mehr Persönlichkeit

Außerdem baut Tinder seine Integrationen mit anderen Apps aus. Unter dem Namen Tinder Connect entstehen Kooperationen mit Plattformen wie:

  • Duolingo
  • Beli
  • und weiterhin Spotify.

Die Idee: Dating-Profile sollen mehr über Interessen und Persönlichkeit verraten, statt nur über die obligatorischen Urlaubsfotos. 

Gen Z liebt entspanntes Dating

Ein Beispiel dafür ist der bereits eingeführte Double-Date-Mode. Hier gehen zwei Freund:innen gemeinsam auf Match-Suche mit einem anderen Duo. Gerade bei der Gen Z kommt das gut an: Fast die Hälfte der weiblichen Nutzerinnen aus dieser Altersgruppe sagt, dass dieser Modus für sie ein besonderer Grund ist, Tinder zu nutzen. Viele erfahren davon übrigens nicht in der App selbst, sondern über Freund:innen. Dating wird damit weniger „Date-Interview“ und mehr lockerer Gruppenabend. 

 

Der Swipe allein macht noch keine Love-Story. Aber vielleicht sorgt Tinder mit diesen Updates wieder für ein Momente, in denen aus einem Match plötzlich ein echtes Gespräch wird.

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