Skispringen

Anzug-Panne: Olympiasieger wegen 15 Millimeter disqualifiziert

Skispringer fliegt durch die Luft vor schneebedeckten Bergen und bewölktem Himmel.
© GEPA pictures/ Mario Buehner-Wei
ÖSV-Adler Clemens Aigner gewinnt in Klingenthal erneut. Doch die Disqualifikation eines prominenten Rivalen sorgt für Wirbel – und könnte im Winter noch nachwirken.
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Clemens Aigner war auch zum Abschluss nicht zu schlagen. Der Tiroler gewann beim Continental Cup in Klingenthal nach dem Samstag-Bewerb auch am Sonntag. Hinter dem Slowenen Anze Lanisek sorgte Raffael Zimmermann als Dritter für einen weiteren österreichischen Podestplatz.

Sein Weltcup-Ticket hatte Aigner schon am Samstag praktisch gelöst: Mit dem fünften Sieg im fünften Bewerb sicherte sich der 33-Jährige vorzeitig die Gesamtwertung und Österreich einen zusätzlichen Quotenplatz. Diesen dürfte er mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst nutzen.

Während Aigner seine Siegesserie ausbaute, wurde ein prominenter Konkurrent bereits im ersten Durchgang disqualifiziert. Die Materialkontrolle hatte für den Olympiasieger zudem Folgen, die bis in den Winter reichen.

15 Millimeter werden zum Problem

Betroffen war Domen Prevc. Der Großschanzen-Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger trug einen Anzug, der am Bein um 15 Millimeter zu lang war. Damit entsprach er nicht den Vorgaben.

Der Slowene wurde aus der Wertung genommen und kassierte zusätzlich eine Gelbe Karte. Besonders bitter: Die Verwarnung gilt für den Rest der Saison und damit auch im kommenden Winter. Bei einem weiteren Verstoß würde Prevc nicht nur erneut disqualifiziert, sondern auch für die folgende Weltcupstation gesperrt.

Ein Skispringer mit Helm und Skiern über der Schulter auf dem Weg zur Sprunganlage.
Clemens Aigner holte den sechsten Sieg im sechsten Springen und den Gesamtsieg im Continentalcup. © IMAGO/Johannes Schmidt

Am Samstag hatte der 27-Jährige noch hinter Aigner Platz zwei belegt. Wie mehrere andere Spitzenspringer hatte er den Continental Cup statt des Sommer-Grand-Prix für seinen Saisoneinstieg gewählt.

Der ÖSV darf jedenfalls jubeln. In der Gesamtwertung belegt Österreich das komplette Podest: Clemens Aigner gewann vor Raffael Zimmermann und Lukas Haagen.

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