Bauernregel

Bauernregel: "Regnet’s am St. Magdalentag, ..."

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Der 22. Juli steht im Bauernkalender ganz im Zeichen der heiligen Maria Magdalena.
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Rund um ihren Gedenktag ranken sich seit Jahrhunderten mehrere Bauernregeln, die sich vor allem mit dem Wetter beschäftigen. Die bekannteste lautet: "An Magdalena regnet’s gern, weil sie weinte um den Herrn." Eine ähnliche Variante heißt: "Magdalene weint um ihren Herrn, drum regnet’s an diesem Tage gern."

Hinter der poetischen Formulierung steckt die biblische Überlieferung, wonach Maria Magdalena nach der Kreuzigung Jesu um ihn trauerte. Ihre Tränen werden in der Bauernregel symbolisch mit Regen in Verbindung gebracht.

Eine weitere bekannte Wetterweisheit lautet: "Regnet’s am St. Magdalentag, folgt gewiss mehr Regen nach." Nach altem Volksglauben gilt Niederschlag am 22. Juli als Hinweis darauf, dass sich das wechselhafte Wetter noch einige Zeit fortsetzen könnte.

Naturbeobachtungen

Meteorologisch gibt es für diese Regel allerdings keine wissenschaftliche Bestätigung. Dennoch fällt der Magdalena-Tag in eine Jahreszeit, in der Gewitter und kräftige Regenschauer besonders häufig auftreten. Im Hochsommer sorgen warme Luftmassen oft für eine schwüle Witterung, aus der sich am Nachmittag oder Abend rasch Gewitter entwickeln können.

Auch wenn Bauernregeln keine zuverlässigen Wetterprognosen ersetzen, spiegeln sie jahrhundertelange Naturbeobachtungen wider und gehören bis heute zum kulturellen Erbe des ländlichen Raums. Ob Maria Magdalena also tatsächlich "weint", entscheidet letztlich der Blick auf die aktuelle Wettervorhersage.

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