Vorfreude
Das große ABC zur Fußball-WM
Arlington: Die WM 2026 findet in 16 Städten statt. Je drei Stadien liegen in Mexiko und Kanada, die restlichen in den USA, darunter das Finalstadion in New Jersey und die mit 94.000 Plätzen größte Arena in Arlington in der Nähe von Dallas. Dort findet auch das Gruppenmatch zwischen Argentinien und Österreich statt.
Ball: Der offizielle Ball heißt Trionda, und er rollt so lange wie noch nie an einer WM. Vom Eröffnungsspiel am 11. Juni bis zum Finale am 19. Juli finden 104 Partien statt.
Curacao: 48 Mannschaften sind dabei, vier von ihnen schafften die Qualifikation zum ersten Mal: Kap Verde, Jordanien, Usbekistan und der Karibikstaat Curacao als kleinstes Land überhaupt in der WM-Geschichte.
Distanzen: Der Weltmeister 2026 wird beachtliche Distanzen absolviert haben. Zwischen dem südlichsten Stadion in Mexiko City und dem nördlichsten in Vancouver liegen über 4.500 Kilometer, Miami und Vancouver sind sogar nochmals 1.000 Kilometer weiter voneinander entfernt.
Eröffnungsfeier: In jedem Gastgeberland findet eine Eröffnungszeremonie statt: vor dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika im Aztekenstadion und am Tag darauf in Toronto und in Los Angeles. Zu den auftretenden Stars gehören Shakira, Alanis Morissette, Katy Perry oder Michael Buble.
Favoriten: Keiner der Gastgeber zählt zum WM-Favoritenkreis. Für die meisten Wettanbieter haben Spanien und Frankreich die besten Siegchancen, gefolgt von Argentinien, Brasilien und Portugal.
Goldener Schuh: Kylian Mbappe gewann vor vier Jahren mit acht Treffern den Goldenen Schuh des besten Torschützen. Der Franzose kann wie Lionel Messi nun sogar den WM-Torrekord von Miroslav Klose (16 Treffer) anvisieren. Um mit dem Deutschen gleichzuziehen, muss Mbappe viermal treffen, Messi dreimal.
Halbzeitshow: Das Finale in East Rutherford am 19. Juli wird erstmals eine, aus dem Super Bowl bestens bekannte Halbzeitshow beinhalten. Madonna, Shakira und die südkoreanische Boyband BTS sind angekündigt.
Infantino: Im Zentrum der politischen Fußballmacht steht ein Walliser. Gianni Infantino ist seit über zehn Jahren FIFA-Präsident und damit oberster Boss der WM. Mit der Aufstockung des Turniers machte er sich einige Feinde, aber noch viel mehr Freunde.
Journalisten: Rund 16.000 Medienvertreterinnen und - vertreter haben von der FIFA für das Turnier eine Akkreditierung erhalten. Dazu gehören Journalisten, Techniker und Fotografen. Zählt man alle für die Medien im Einsatz stehenden Personen zusammen, kommt man auf rund 50.000.
Kader: Die Nationaltrainer durften 26 Spieler für die WM nominieren. Insgesamt kommt die FIFA bei jeder der 48 Delegationen für die Reise und den Unterhalt von 50 Personen auf.
Lionel Messi: Der Argentinier bestreitet seine sechste WM. Gleiches gilt für seinen ewigen Rivalen Cristiano Ronaldo. Bei den bestrittenen WM-Spielen hat Messi mit 26:22 die Nase vorn.
Modus: Der Weg in das Finalwochenende ist in diesem Jahr länger. Die vier Halbfinalisten werden insgesamt acht Partien anstatt wie bisher sieben bestreiten, neu beginnt die K.o.-Phase eine Runde früher, nämlich mit dem Sechzehntelfinale.
Nachtruhe: 104 Spiele mit einer Zeitverschiebung von sechs bis neun Stunden sind eine Herausforderung für den europäischen Fußballfan. Die Anspielzeiten sind zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr österreichischer Zeit. Die gute Nachricht: Das Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Argentinien geht um 19.00 Uhr in Szene.
Ottawa: Weder in der kanadischen noch in der amerikanischen Hauptstadt finden WM-Spiele statt. Die Stadien in Ottawa und Washington D.C. konnten die Kriterien der Organisatoren nicht erfüllen. Zuvor war erst zweimal die Hauptstadt nicht auch Austragungsort der WM-Gastgeber gewesen: 1974 Bonn und 2002 Tokio.
Preisgeld: Mit 871 Millionen Dollar (755 Mio. Euro) ist das komplette Preisgeld für die anstehende WM fast doppelt so hoch wie vor vier Jahren. Der Weltmeister bekommt 50 Millionen Dollar, der andere Finalist 33 Millionen. Ein Ausscheiden in der Vorrunde bringt neun Millionen Dollar, neben der Antrittsgage von 12,5 Millionen.
Qualifikation: Nach 28 Jahren Abwesenheit ist Österreich wieder Teil einer WM. 1998 schaffte es die ÖFB-Auswahl mit zwei Unentschieden und einer Niederlage nicht über die Gruppenphase hinaus. Knapp drei Jahrzehnte später will es das rot-weiß-rote Nationalteam besser machen.
Ralf Rangnick: Der 67-jährige Deutsche steht seit 2022 beim ÖFB unter Vertrag. Nach der EM 2024 ist es für den Trainer die zweite Endrunde mit dem österreichischen Nationalteam. Bisher feierte er mit der Mannschaft 27 Siege.
Santa Clara: In der kalifornischen Stadt findet Österreichs erstes Gruppenspiel gegen Jordanien statt. Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion gilt die ÖFB-Elf gegen den WM-Debütanten aus dem Nahen Osten als klarer Favorit.
Teamcamp: Während der Weltmeisterschaft ist Österreichs Nationalmannschaft an der kalifornischen Pazifikküste im Ritz-Carlton Bacara in Goleta stationiert. Ebenfalls in Kalifornien sind die Schweiz, Australien, die USA, Katar, Paraguay und Neuseeland untergebracht.
USA: Auch wenn es drei Gastgeberländer gibt, steht die USA im Mittelpunkt. Das Land des American Footballs stellt elf der zwölf größten Stadien und dürfte dafür sorgen, dass der Rekord-Zuschauerschnitt von der WM 1994 (68.991) geschlagen wird.
Verwarnungen: Wie an den letzten Weltmeisterschaften ist ein Spieler nach zwei Verwarnungen für das nächste Spiel gesperrt. Die Gelben Karten werden nach der Vorrunde und nach dem Viertelfinale gestrichen.
WM-Pokal: Die aktuelle Trophäe, die zwei Fußballer darstellt, die gemeinsam einen Globus halten, wird seit 1974 vergeben. Sie wurde vom italienischen Bildhauer Silvio Gazzaniga entworfen. Die Sieger bekommen eine Nachbildung aus Bronze.
XXL-Turnier: Mit 48 Teams verdient das WM-Turnier die Bezeichnung XXL. Allerdings könnte es schon bald noch mehr Teilnehmer geben. Gianni Infantino gehört zu den Befürwortern einer WM mit 64 Mannschaften.
Youngsters: Paul Wanner und Carney Chukwuemeka stehen mit 20 bzw. 22 Jahren zum ersten Mal bei einer Endrunde am Platz. Trainer Ralf Rangnick ist davon überzeugt, dass sie dem Nationalteam noch in den nächsten Jahren "weiterhelfen werden".
Zayu: Maple, Zayu und Clutch heißen die Maskottchen des Turniers. Maple ist ein kanadischer Elch, Zayu ein mexikanischer Jaguar und Clutch ein amerikanischer Weißkopfseeadler.
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