Wer bei Albanien nur an die Strände der Riviera denkt, verpasst eines der spektakulärsten Naturwunder des Landes. Versteckt in den Albanischen Alpen liegt der Shala River, auf Albanisch "Lumi i Shalës". Wegen seines leuchtend türkisblauen Wassers, der dicht bewaldeten Berge und der traditionellen Boote wird er häufig als das "Thailand Europas" bezeichnet.
Vor allem der untere Abschnitt des Flusses, der in den Koman-Stausee mündet, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp-Reiseziel entwickelt. Die Kulisse wirkt beinahe unwirklich: Weiße Kieselstrände treffen auf glasklares Bergwasser, während sich rundherum hohe Felsen und grüne Hänge erheben.
Anreise ist ein Abenteuer
Ganz einfach zu erreichen ist das Naturparadies allerdings nicht. Für viele Besucher beginnt der Ausflug in Shkodra im Norden Albaniens. Von dort geht es zunächst rund zwei Stunden mit dem Auto bis zum Koman-See.
Anschließend steigen Reisende in eines der schmalen Boote um. Je nach Anbieter dauert die Fahrt zum Shala River ungefähr eine weitere Stunde. Doch Langeweile kommt dabei garantiert nicht auf: Der Weg führt durch die eindrucksvolle Landschaft des Koman-Stausees, dessen steile Felswände und schmale Wasserwege häufig mit norwegischen Fjorden verglichen werden.
Wer direkt aus Tirana anreist, sollte einen langen Tag einplanen. Allein die Autofahrt von der albanischen Hauptstadt bis zum Koman-Stausee dauert mindestens dreieinhalb Stunden. Viele Reisende entscheiden sich deshalb für eine organisierte Tour oder eine Übernachtung in der Region.
Baden im eiskalten Bergwasser
Am Shala River angekommen, wartet die wohlverdiente Abkühlung. Das Wasser schimmert in kräftigem Türkis und wirkt so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Besonders im Sommer ist ein Sprung ins kalte Nass beliebt.
Neben Baden und Entspannen werden unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Abenteuerlustige können mit einer Zipline über Teile der Landschaft gleiten, ein Kanu mieten oder den Fluss vom Wasser aus erkunden. Auch kleinere Wanderungen entlang des Flussbetts und durch die umliegende Bergwelt sind möglich.
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Übernachten mitten im Naturparadies
Wer den Rückweg nicht am selben Tag antreten möchte, kann direkt am Fluss übernachten. Entlang der Hänge und Ufer befinden sich mehrere Gasthäuser und Unterkünfte. Luxus sollte man dort zwar nicht überall erwarten, dafür gibt es Natur und Bergpanorama praktisch direkt vor der Zimmertür.
Eine Übernachtung lohnt sich besonders für Reisende, die den Shala River abseits der größten Besuchergruppen erleben oder den Aufenthalt mit weiteren Touren durch die Albanischen Alpen verbinden möchten.
Das ist die beste Reisezeit für den Shala River
Bootstouren zum Shala River werden üblicherweise von Mai bis Oktober angeboten. Im Juli und August ist der Andrang am größten – an beliebten Stellen kann es dann voller werden.
Wer es ruhiger mag, sollte die Reise für Mai, Juni, September oder Anfang Oktober planen. In diesen Monaten sind meist weniger Besucher unterwegs, gleichzeitig bestehen weiterhin gute Chancen auf angenehmes Wetter. Ganz einsam ist das "albanische Thailand" zwar nicht mehr – spektakulär bleibt es dennoch.
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