8 Jahre nach Mord

Fall Jenni: Ex-Freund wegen Mordes angeklagt

© Privat
Jennifer S. war gerade einmal 21 Jahre alt, als sie im Jänner 2018 spurlos aus ihrer Wohnung in der Ospelgasse in Wien verschwand. Nun wurde ihr Ex-Freund wegen Mordes angeklagt.
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Wien. Im Fall der 2018 getöteten Wienerin Jennifer S. ist die Anklage fertig. Der wegen Mordes verdächtigte 32-jährige Clemens T. (für den die Unschuldsvermutung gilt) legte im Dezember des Vorjahres ein Geständnis ab und führte die Ermittler zu den sterblichen Überresten der jungen Frau. Zudem wurde vonseiten der Anklagebehörde die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum nach § 21/2 Strafgesetzbuch beantragt.

Chat brachte Fall wieder ins Rollen

Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig, sagte die Verteidigerin des Beschuldigten, Astrid Wagner. Deshalb steht noch kein Prozesstermin fest. Der Einweisungsantrag erfolge wegen einer kombinierten Persönlichkeitsstörung zum Tatzeitpunkt, weshalb ohne Behandlung von dem Beschuldigten weiterhin Gefahr ausgehe, ähnliche schwerwiegende Taten zu begehen, so die Anwältin. Ihr Mandant hat sich schuldig bekannt.

Die Ermittlungen hatten 2025 neue Ansätze durch eine Sprachnachricht erhalten. Der Verdächtige habe in einem Chat "detailliert geschildert", wie er sich einer Leiche entledigen würde, ohne verdächtige Spuren zu hinterlassen. Danach sei der Mann erneut im Fokus gestanden.

Leiche nach Geständnis entdeckt

Jennifer S. war seit 21. Jänner 2018 abgängig. Die 21-Jährige hatte sich mit ihrem Lebensgefährten gestritten und in der Folge von ihm getrennt. Sie verschwand dann unter laut Polizei "bedenklichen Umständen" aus der gemeinsamen Wohnung in Wien-Brigittenau. Der Ex-Freund stritt damals jegliche Beteiligung an einem möglichen Gewaltverbrechen ab. Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts der Freiheitsentziehung waren im April 2019 eingestellt worden.

Wie Jahre später herauskam, soll der Verdächtige die Frau getötet und ihre Leiche 2018 zunächst im Bereich von Großweikersdorf im Bezirk Tulln versteckt haben. Erst im März desselben Jahres soll der Mann die sterblichen Überreste zum endgültigen Ablageort in der Nähe des Truppenübungsplatzes Allentsteig im Bezirk Zwettl gebracht haben, wo sie dann nach seinem Geständnis entdeckt wurden.

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