Trump-Behörde

ICE-Beamter schießt auf Vater – Sohn (5) sitzt daneben

Polizeiauto mit Absperrband und Blaulicht, Menschen stehen im Hintergrund auf einer Straße.
© APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
Beamte der US-Abschiebebehörde ICE haben in New York einen 28-jährigen Mann angeschossen. Sein fünfjähriger Sohn saß während des Einsatzes ebenfalls im Auto. Der Bub blieb körperlich unverletzt.
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Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag im Viertel Marble Hill in New York. ICE-Beamte wollten einen Mann aus der Dominikanischen Republik festnehmen. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums hatte er keine gültigen Aufenthaltspapiere und war bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Während des Einsatzes gab ein ICE-Beamter Schüsse ab. Der 28-Jährige wurde am Hals, unterhalb des linken Ohrs, getroffen und in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand galt zunächst als stabil. Warum genau die Beamten das Feuer eröffneten, war zunächst unklar.

Bürgermeister spricht von "ungeheuerlichem" Vorfall

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte den Einsatz scharf. Nach ersten Informationen hätten die Beamten den Mann umstellt, während sich das fünfjährige Kind im Auto befand, und anschließend mehrfach geschossen.

Besonders empört zeigte sich Mamdani darüber, dass der Vorfall zu einer Zeit passierte, als viele Familien und Kinder auf der Straße unterwegs waren. Der Bub blieb laut Bürgermeister körperlich unverletzt.

Mamdani fordert Ende der ICE-Einsätze

Der Bürgermeister kündigte an, US-Präsident Donald Trump aufzufordern, sämtliche ICE-Einsätze in New York zu beenden. Er wolle nicht tatenlos zusehen, wie die Behörde Angst in den Gemeinden verbreite.

Person hält Protestplakat mit der Aufschrift „Leave our neighbors alone, murderers“ auf einer Straße.
Menschen in New York demonstrieren in der Nähe des Tatorts. © APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU

Auch die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul verlangte eine umfassende und transparente Untersuchung. Der Vorfall wird untersucht; die genauen Umstände der Schussabgabe waren zunächst nicht geklärt.

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