Arzt erklärt

Kurios: Warum Sie an heißen Tagen Pommes essen sollten

Die Sonne brennt, der Schweiß läuft und bei über 30 Grad landet meist leichte Kost auf dem Teller: Wassermelone, Salat oder eine kalte Suppe. Doch jetzt sorgt ein überraschender Expertenrat für Aufsehen: Ausgerechnet Pommes sollen bei extremer Hitze eine gute Wahl sein.
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Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel und die meisten von uns haben nur einen Gedanken: Schatten, Abkühlung und ganz viel Wasser trinken. Auf dem Speiseplan landen dann meist leichte Gerichte. Doch jetzt macht ein verblüffender Tipp die Runde, der besonders Fast-Food-Fans jubeln lassen dürfte: Ausgerechnet Pommes sollen der ideale Sommer-Snack bei Rekordtemperaturen sein und das hat sogar gesundheitliche Gründe.

Pommes an heißen Tagen: Das steckt dahinter

Um den Körper bei hohen Temperaturen herunterzukühlen, schwitzen wir. Dabei verlieren wir jedoch nicht nur jede Menge Flüssigkeit, sondern auch lebenswichtige Elektrolyte, insbesondere Natrium (Salz) und Kalium. Der logische Reflex der meisten Menschen: trinken, trinken, trinken. Doch genau hier kann ein Problem entstehen.

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Wer bei Hitze literweise reines Wasser in sich hineinschüttet, verdünnt sein Blut. Prof. Dr. Thomas Küpper, Reisemediziner am Uniklinikum der RWTH Aachen, erklärt das Phänomen: Das verdünnte Blut und die weggespülten Elektrolyte bringen den Körper aus dem Gleichgewicht. Im schlimmsten Fall kann dieser akute Salzmangel bis zu einem Kreislaufkollaps führen. Denn unsere Muskelkraft, die Nervenfunktion und sogar unser Herzrhythmus sind auf eine intakte Salzbalance angewiesen.

Der Körper braucht Salz

Eine Faustregel von Medizinern besagt: In jeden dritten Liter Flüssigkeit gehört etwas Salz. Man könnte nun zu isotonischen Sportgetränken greifen oder sich Elektrolytpulver aus der Apotheke ins Wasser mischen. Oder man macht es sich deutlich schmackhafter.

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Der Reisemediziner rät für den Sommer zu einem pragmatischen Ansatz: Es ist völlig legitim, sich bei starkem Schwitzen "einfach mal eine schön salzige Pommes reinzuhauen". Dem Körper ist es nämlich egal, über welchen Weg das Salz in die Blutbahn gelangt. Hauptsache, der Vorrat wird schnell wieder aufgefüllt. Wer es eher deftig mag, kann laut dem Experten abends übrigens auch zu einem Stück Salami greifen.

Ein kleiner Haken: Aufs Fett achten

Bevor Sie sich die größte Portion "Rot-Weiß" bestellen, gibt es eine kleine Einschränkung zu beachten. Pommes liefern zwar das dringend benötigte Salz und schnelle Kohlenhydrate für die Energie, sind im Frittierfett gebadet aber oft extrem fettig. Schwer verdauliches, extrem fettiges Essen belastet den Kreislauf und den Magen, da der Körper ohnehin schon viel Energie aufwenden muss, um sich selbst zu kühlen.

Der perfekte Kompromiss? Pommes aus der Heißluftfritteuse oder Ofenpommes, am besten, ohne sie komplett in Mayonnaise zu ertränken.

Wir haben es eigentlich immer schon geahnt: Die Freibad-Pommes nach dem Schwimmen und Sonnenbaden sind nicht nur Balsam für die Seele, sondern tatsächlich auch eine Form der Ersten Hilfe für unseren Mineralstoffhaushalt.

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