Sperre ab März 2027
Lainzer Straße wird zur Großbaustelle
Auf Anrainer und Verkehrsteilnehmer in Hietzing kommt ab Sommer eine echte Geduldsprobe zu. Für Wasser, Strom, Gas, die Straßenbahn und den Straßenbau wird die Lainzer Straße in einem großen Aufwasch erneuert. Den Auftakt macht die Abteilung Wiener Wasser im August. Auf einer Länge von 1.100 Metern werden zwischen der Altgasse und der Stadlergasse neue Trinkwasserrohre im Boden verlegt. Der Autoverkehr kann während dieser ersten Bauphase in beiden Richtungen weiterrollen. Für Fußgänger und Fahrgäste gibt es dennoch kleine Anpassungen. Die Haltestelle Gloriettegasse wird stadteinwärts verschoben. In der Lainzer Straße 30 entsteht ein vorübergehender Schutzweg, während jener auf Höhe der 53 vorübergehend aufgehoben wird. Die Arbeiten an den Wasserleitungen dauern bis Mitte März 2027. Fast zeitgleich verlegen die Wiener Netze von November 2026 bis März 2027 im Bereich von der Altgasse bis zur Gloriettegasse neue Leitungen für Strom und Gas.
Linie 60 weicht Ersatzbussen
Anfang März 2027 beginnen die großen Gleisbauarbeiten der Wiener Linien. Zwischen Hietzinger Hauptstraße und Münichreiterstraße werden 2,7 Kilometer Gleise sowie der gesamte Gleisuntergrund der Linie 60 saniert. Auch die Haltestellen erhalten eine Modernisierung. Weil die Lainzer Straße sehr schmal ist, muss der Abschnitt bis Ende 2027 für den gesamten öffentlichen und privaten Durchzugsverkehr komplett gesperrt werden. Zufahrten für die unmittelbaren Anrainer bleiben möglich. Für Öffi-Fahrgäste richten die Wiener Linien einen Ersatzbusverkehr ein.
"Die Wiener Linien setzen bei ihrer Modernisierungsoffensive zunehmend auf gebündelte und damit großflächige Sanierungen. So sind die Verbesserungen für die Fahrgäste deutlich spürbarer als bei mehreren punktuellen Maßnahmen und die Anrainerinnen und Anrainer haben nur einmal eine Baustelle vor der Tür“, erläutert Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin der Wiener Linien. Damit die Umleitungen geordnet ablaufen, wird ein umfassendes Verkehrskonzept umgesetzt. "Bei neuen Verkehrsführungen braucht es erfahrungsgemäß eine kurze Eingewöhnungsphase, daher ersuchen wir alle Verkehrsteilnehmenden um etwas Geduld und erhöhte Aufmerksamkeit“, bittet Christian Zant, Baustellenkoordinator der Stadt Wien.
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Sicherer Radweg auf Straßenniveau
Parallel zu den Gleisarbeiten startet im Mai 2027 die Wiederherstellung der Oberfläche. Vom Anna-Strauss-Platz bis zur Gloriettegasse entsteht ein etwa 600 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg, der weiter bis zur Wenzgasse und zum dortigen Gymnasium führt. Dieser Radweg wird auf Straßenniveau gebaut und durch Kunststoffschwellen sowie Baumscheiben von der Fahrbahn getrennt. Die neue Radverbindung schließt an die Fahrradstraße in der Auhofstraße an und führt über die Dommayergasse sowie die Eduard-Klein-Gasse zur U-Bahn-Station Hietzing und weiter zum Wienfluss. Auf der anderen Seite mündet der Weg in die Alois-Kraus-Promenade am Küniglberg. In den folgenden Jahren soll der Radweg auf der Lainzer Straße bis zur Veitingergasse verlängert werden, wodurch ein durchgehender Radweg vom Wiental bis nach Lainz entsteht.
„Mit der Neugestaltung der Lainzer Straße schaffen wir nicht nur eine moderne und zuverlässige Öffi-Infrastruktur auf rund 1,4 Kilometer, sondern schließen auch eine wichtige Lücke im Wiener Radwegenetz", Öffi- und Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Grünes Platzerl und Abkühlung im Grätzl
Im Bereich der Kreuzung Altgasse bei der Haltestelle Dommayergasse gestalten die Stadtgärtner einen klimafitten Platz. Drei neue Bäume sowie fünf Hochstammsträucher spenden künftig Schatten, während tief ausgeführte Baumscheiben mit automatischer Bewässerung das Regenwasser speichern. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, ein Umbau verwandelt den dortigen Hydranten in einen Trinkhydranten mit Hochquellwasser. Das Design orientiert sich an der vor zwei Jahren gestalteten Begegnungszone Altgasse. Zusätzlich entstehen bei der Mittermayergasse fünf neue Grünflächen mit zwei Bäumen und vier Sträuchern. Am Anna-Strauss-Platz kommen eine weitere Grünfläche, ein Baum und ein Hochstammstrauch hinzu. Insgesamt werden rund 140 Quadratmeter Grünfläche geschaffen und mehr als 400 Quadratmeter Fläche mit hellen, sickerfähigen Pflastersteinen entsiegelt.
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