NIEDERSCHLAGSDEFIZIT
Linz fehlt Regen im Ausmaß von 50 Pleschingersee-Füllungen
Linz. „Neben der Hitze macht uns die Trockenheit auch in Linz immer mehr zu schaffen. Wir haben seit Beginn des Jahres ein Niederschlagsdefizit, das etwa 50-mal dem Pleschinger See entspricht", sagt Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Das gehe auch an der Stadtnatur nicht spurlos vorüber. Das von der Stadtklimatologie ausgewertete Niederschlagsdefizit zeigt, dass über dem gesamten Linzer Stadtgebiet und im näheren Einzugsgebiet der Bäche seit Jahresanfang in der Größenordnung von ca. 20 Milliarden Litern zu wenig an Niederschlag gefallen sind, das entspricht 20 Wasserfüllungen Pichlingersee.
"Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in Zukunft noch mehr mit solchen Hitze- und Trockenheitsphasen umgehen müssen. Deshalb arbeiten wir im städtischen Grün- und Klimaressort mit aller Kraft daran, unsere Stadt klimagerecht umzubauen", so Schobesberger.
Durch Biberdämmer und künstlich angelegte "Beaver Dam Analogs" konnte die Trockenlegung der Urfahraner Bäche heuer um etwa vier bis fünf Wochen hinausgezögert werden. Obwohl Ende Mai das erste Mal ein Niederwasserstand von 17 Zentimeter gemessen worden ist, gab es erst Anfang Juli die erste Meldung über eine ausgetrocknete Gerinnestrecke am Diesenleitenbach. Diese Verzögerung gab der Gewässerfauna die notwendige Zeit sich mit dem sinkenden Wasserstand in Richtung der Tümpel zurückzuziehen und somit erhöhte Überlebenschancen.
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