Taubenkobel-Pop-up

"TurboTaube": Boxenstopp für Feinschmecker

Blick nach oben in ein mehrstöckiges Parkhaus mit Glasdach und Menschen auf den Galerien.
© R. Preyer
Boxenstopp für Feinschmecker. Der Taubenkobel nimmt heuer Kurs auf die Astoria Garage und schickt dort die Menüs "Monaco" und "Le Mans" ins kulinarische Rennen.
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Wo einst Motoren gebrummt und Autos ihre Runden gedreht haben, wird ab November aufgetischt. Der Taubenkobel bringt landet mit seinem Advent-Pop-up heuer in die Astoria Garage in der Josefstadt. Von 13. November bis 22. Dezember geben Barbara Eselböck und Alain Weissgerber dort bereits zum elften Mal ein Gastspiel in Wien. Der Name passt zum Schauplatz. "TurboTaube" heißt das Pop-up 2026.

Die Kulisse könnte kaum passender sein. Ende der 1930er Jahre ließ Autopionier Cesar Karrer die Astoria Garage errichten. Entstanden ist eine monumentale Turmgarage auf sechs Etagen mit schneckenförmiger Betonrampe und zentraler Glaskuppel, die damals als modernste Garage Europas galt.

Fine Dining auf dem Parkdeck

Serviert wird im ersten Stock. Dort trifft Spitzengastronomie mit pannonischen Wurzeln auf Sichtbeton und automobile Geschichte. Für die visuelle Inszenierung sorgt die Wiener Künstlerin Billi Thanner, die für ihre raumgreifenden Lichtinstallationen bekannt ist. In der Astoria Garage zieht sie leuchtende Linien durch den Beton. Fahrspuren für Nächte, die man nicht so schnell vergisst.

Ungewöhnliche Schauplätze gehören längst zum Konzept der Taubenkobel-Gastspiele. In den vergangenen Jahren führte die Reihe unter anderem in eine ehemalige Straßenbahnremise, eine Mercedes-Werkstatt, ins Jugendstiltheater am Otto-Wagner-Areal, in den Volksgarten und zuletzt ins Atelier Augarten. Mit der historischen Garage bekommt die Reihe nun wieder einen automobilen Schauplatz.

"Monaco" mit drei, "Le Mans" mit fünf Runden

Zwei Personen in weißen Rennanzügen und Helmen, mit Schriftzug "Turbotaube" darüber.
Am Steuer sitzen auch dieses Jahr Barbara Eselböck und Alain Weissgerber. © Jung von Matt

Die automobilen Festspiele setzen sich auf der Speisekarte fort. Das Menü "Le Mans" ist die große Runde mit fünf Gängen um 220 Euro und wird jeden Abend serviert. Von Montag bis Mittwoch steht zusätzlich "Monaco" auf der Karte. Das kürzere Menü umfasst drei Gänge, kostet 120 Euro und ist nur auf Vorbestellung erhältlich.

Wer sich spontan auf einen kulinarischen Boxenstopp einlassen will, kann in der "Turbobar" vorbeischauen. Dort gibt es eine kleine Snackkarte, eine Reservierung ist nicht notwendig.

Am Steuer stehen wie gewohnt Barbara Eselböck und Alain Weissgerber. Für sechs Wochen wird aus einem Baujuwel damit Fine Dining-Rennstall, in dem kulinarische Raffinesse, Lichtkunst und besondere Architektur aufeinandertreffen.

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