Transfer-Gerüchte
Viele Fragezeichen bei Rapid zum Saisonstart
Mit dem Zweitrunden-Quali-Spiel zur Fußball-Conference-League am (heutigen) Donnerstag in Andorra gegen FC Santa Coloma beginnt für Rapid eine hektische Saisonstartphase, die gleich vier Partien binnen elf Tagen umfasst. In dieser Spielzeit soll es für die Hütteldorfer besser laufen als 2025/26 mit Bundesliga-Endrang fünf, doch es gibt noch einige Fragezeichen. Das größte davon: Wie wird der Kader nach dem Ende der Transferzeit am 3. September aussehen?
Serge-Philippe Raux-Yao, Bendeguz Bolla, Nikolaus Wurmbrand und Romeo Amane gelten als Spieler, die Rapid Geld einbringen könnten. Vor allem bei Letzterem verstärkten sich zuletzt die Gerüchte um einen Millionentransfer, doch bis zu einem Abschluss wird es wohl noch länger dauern. "Romeo ist sehr professionell und auf das Hier und Jetzt fokussiert", berichtete Coach Johannes Hoff Thorup.
Mit dem Stürmer Tommi Adamsen wurde bereits ein Wunschspieler des Trainers geholt, außerdem kehrte unter anderem Nicolas Bajlicz von der SV Ried zurück. Ein zentraler defensiver Mittelfeldspieler könnte noch geholt werden, doch so lange sich das Transferkarussell nicht zu drehen beginnt, sind Rapid die Hände gebunden. Offen ist auch noch, wann die langzeitverletzten Claudy Mbuyi, Martin Ndzie, Daniel Nunoo und Jean Marcelin wieder einsatzfähig sind.
Hoff Thorup will sich nicht auf Saisonziele festlegen
Angesichts dieser Personalsituation hält sich Hoff Thorup beim Definieren der Saisonziele zurück. "Wir wollen an der Spitze sein und Leistungen abliefern, die uns auf einen Europacupplatz bringen. Aber mehr kann ich erst sagen, wenn die Transferzeit vorbei ist - die Mannschaft kann bis dahin anders aussehen. Vorher ist nicht die richtige Zeit, um über spezielle Ziele zu sprechen." Man sei jedoch gut gerüstet für das, was kommen könnte. "Wir sind vorbereitet, wenn uns jemand verlassen sollte", betonte Hoff Thorup.
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Unabhängig von der Kaderzusammenstellung feilt der 37-Jährige weiter an der Entwicklung des Teams. "Wir müssen mehr Klarheit und Konstanz reinbringen und haben auch über Leadership und Verantwortung gesprochen." Die Hoffnung lebt, dass es erstmals seit der gewonnenen Meisterschaft 2008 zu einem Titel reicht. Hoff Thorup: "Wir müssen zuerst unsere Hausaufgaben erledigen, aber wir haben eine wettbewerbsfähige Mannschaft. Es kann im Fußball schnell in beide Richtungen gehen."
Das erlebte Rapid in der Vorsaison in extremer Form. Im September noch Tabellenführer, schlitterte man in eine monatelange schwere Krise, aus der man sich wieder herausarbeitete und bis Anfang Mai sogar Meisterchancen hatte, ehe man doch noch auf Platz fünf zurückfiel. Zumindest teilweise waren die schweren Turbulenzen wohl auch auf das dichte internationale Programm zurückzuführen, das Rapid von Juli bis Dezember des Vorjahres 14 Partien in der Conference League bescherte.
Bei langer Doppelbelastung ist Rotation gefragt
Dieses Szenario könnte neuerlich eintreten, und zwar dann, wenn Rapid alle drei Quali-Runden übersteht. Kapitän Matthias Seidl weiß, was in diesem Fall zu tun ist. "Daraus haben wir gelernt, dass man auf jeden Spieler schaut. Der Trainer ist vorsichtig und achtet darauf, dass einer nicht immer 90 Minuten spielt und nach drei Wochen kannst du ihn wegschmeißen, sondern dass jeder bis zum Winter durchziehen kann", sagte der Mittelfeldspieler. "Jeden dritten Tag zu spielen, zehrt schon an den Kräften. Da ist jeder Einzelne gefordert, gut zu regenerieren."
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