Last-Minute-Boom erwartet

Viele Österreicher warten mit Urlaubsbuchung

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Reiselust ungebrochen, aber die Buchung erfolgt immer später: Obwohl heuer ähnlich viele Österreicher einen Sommerurlaub planen wie im Vorjahr, haben deutlich weniger bereits fix gebucht. Das zeigt eine aktuelle MARKET-Studie im Auftrag der Restplatzbörse.
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Demnach planen 62 Prozent der Österreicher einen Sommerurlaub von mindestens sieben Tagen. Im Vorjahr waren es 64 Prozent. Während 2025 jedoch bereits viele Urlauber ihre Reise frühzeitig fixiert hatten, warten heuer deutlich mehr noch ab. Nur 44 Prozent der Urlaubswilligen haben bereits gebucht, 56 Prozent wollen zwar verreisen, zögern aber noch mit der Entscheidung.

Nahost-Krise sorgt für Unsicherheit

Ein wesentlicher Grund dafür dürfte die angespannte geopolitische Lage sein. Laut Studie geben 40 Prozent der Befragten an, dass die Entwicklungen im Nahen Osten ihre Urlaubsplanung beeinflussen.

Besonders auffällig: 19 Prozent warten deshalb noch mit der konkreten Planung ihres Sommerurlaubs. Weitere 17 Prozent haben sich zwar bereits für eine Reise entschieden, möchten mit der endgültigen Buchung aber möglichst lange zuwarten.

Für die repräsentative MARKET-Omnibusstudie wurden zwischen 28. April und 4. Mai 2026 insgesamt 1.000 Personen ab 16 Jahren in Österreich befragt. © Restplatzbörse

Sicherheit wichtiger als Schnäppchen

Die Unsicherheit wirkt sich auch auf die Wahl des Reiseziels aus. Mehr als jeder Dritte (34 Prozent) bevorzugt heuer besonders sichere Destinationen. 27 Prozent achten verstärkt auf flexible Buchungsbedingungen und kostenlose Stornomöglichkeiten.

"Die Menschen wollen weiterhin verreisen, entscheiden sich heuer aber deutlich später. Da gleichzeitig ähnlich viele Menschen Urlaub planen wie im Vorjahr, rechnen wir mit einer spürbar stärkeren Nachfrage nach Last-Minute-Reisen", sagt Helmut Schönbacher, Geschäftsführer der Restplatzbörse.

Starke Last-Minute-Saison erwartet

Für die Reisebranche deutet vieles auf einen außergewöhnlich starken Last-Minute-Sommer hin. Die Nachfrage nach Urlauben bleibt hoch, viele Österreicher halten sich ihre Optionen jedoch länger offen als bisher. Reiseveranstalter und Reisebüros rechnen daher in den kommenden Wochen mit einem deutlichen Anstieg kurzfristiger Buchungen.

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