Rathaus aktuell

Wien und die Zukunft der Clubkultur

Publikum sitzt im prunkvollen Saal des Wiener Rathauses, Vortrag mit Präsentation vorne.
© David Bohmann
Im Wiener Rathaus diskutierten Politik, Verwaltung und Szene über die Zukunft des Nachtlebens. Im Fokus standen Clubkultur, Stadtentwicklung, Lärmschutz und die Frage, wie Wien sein Nachtleben als wichtigen Kultur- und Wirtschaftsstandort weiter stärken kann.
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Im Wiener Rathaus stand kürzlich die Zukunft des Nachtlebens im Mittelpunkt: Beim Symposium "Perspektiven Wiener Nachtleben" der Vienna Club Commission kamen rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Clubkultur, Nachtwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über die Weiterentwicklung der Wiener Clubszene zu diskutieren.

Im Fokus standen zentrale Themen wie Stadtentwicklung, Standortsicherung, Lärmschutz, Förderung, Sicherheit, Jugendkultur sowie die internationale Positionierung Wiens als Club- und Kulturstandort.

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling betonten dabei die Bedeutung eines vielfältigen Nachtlebens für die Stadt: Clubs und Bars seien nicht nur Freizeitorte, sondern wichtige Räume für Begegnung, kulturelle Entfaltung und gesellschaftlichen Zusammenhalt, besonders für junge Menschen.

"Clubkultur ist weit mehr als Freizeitgestaltung. Sie schafft kulturelle Freiräume, ermöglicht künstlerische Innovation und bringt Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammen. Das Symposium hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Potenzial der Wiener Clubkultur ist und wie wichtig es ist, ihre Entwicklung gemeinsam weiterzudenken", betont Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Politik und Szene entwickeln Zukunftsplan für Wiens Nachtleben

Auch die wirtschaftliche Dimension wurde hervorgehoben: Nachtleben und Clubkultur seien laut Gemeinderat Alexander Ackerl wichtige Standortfaktoren, die Wertschöpfung schaffen, Stadtteile beleben und Wien international attraktiver machen.

Unter dem Leitmotiv "Nachtpolitik ist Stadtpolitik" wurde deutlich, dass das Nachtleben zunehmend als Teil urbaner Infrastruktur verstanden wird. Ziel des Symposiums war es, verschiedene Akteure an einen Tisch zu bringen und gemeinsame Strategien für die Zukunft zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Bilanz der Vienna Club Commission, die seit ihrer Gründung an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Szene arbeitet. In den vergangenen Jahren habe man zahlreiche Projekte zu Standortsicherung, Beratung, Vernetzung und Awareness-Arbeit umgesetzt.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden nun ausgewertet und sollen in die weitere Entwicklung der Wiener Nachtpolitik einfließen. Im Zentrum stehen dabei langfristige Planung, faire Rahmenbedingungen für Veranstalter sowie die Stärkung der Clubkultur in Wien. (Pia Rommel)

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