Wiener

Wr. Neustadt: 2027 Baubeginn für Spital

Noch unbebaut.
© ORF
Ein neues Universitätsklinikum fur Wiener Neustadt - und die Kosten explodieren.
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Was 2019 noch mit rund 500 Millionen Euro veranschlagt wurde, kostet jetzt fast das Dreifache: 1,5 Milliarden Euro! Der Rechnungshof hatte bereits Kritik geübt - doch nun soll Schluss mit den Kostensteigerungen sein.

Am 30. Juni wird die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht. Läuft alles glatt, soll 2027 der Spatenstich erfolgen. Finanzlandesrat Anton Kasser (ÖVP) gab sich beim Mittwoch-Pressetermin klar: "Es wird keine Erhöhung geben dürfen - kein Schnickschnack!"

Das Mega-Spital ist Teil des Gesundheitsplans 2040+. Für die Thermenregion bedeutet das: mehr Spezialisierung, weniger "Kirchturmdenken". Konkret wandert die Neurologie von Mödling nach Baden, die Urologie in die Gegenrichtung. Die Gefäßchirurgie in Baden wird ausgebaut. Eine gemeinsame Onkologie der Häuser Baden und Wiener Neustadt gibt es bereits.

Erste Reaktionen

"Ich nehme die neuerliche Ankündigung von ÖVP-Landesrat Anton Kasser für einen Baubeginn für das Universitätsklinikum Wiener Neustadt zur Kenntnis. Nach mittlerweile fast zwei Jahrzehnten an Versprechen, Verschiebungen und Kostenexplosionen bleibt allerdings eine Frage offen: Warum sollte die Bevölkerung ausgerechnet jetzt glauben, dass dieser Zeitplan hält?", fragt SPÖ-LAbg. Rainer Spenger, Vizebürgermeister von Wiener Neustadt. Besonders bemerkenswert sei, dass die Kosten inzwischen von ursprünglich 400 Millionen Euro auf knapp 1,5 Milliarden Euro angewachsen seien, so Spenger weiter: "Verlässlich waren im Gegensatz zu den ÖVP-Granden in diesem Projekt bislang vor allem die Kostensteigerungen."

Wenn nun von einem Baubeginn 2027 die Rede sei, sei Skepsis nachvollziehbar. "Die Menschen haben in den vergangenen Jahren viele Ankündigungen gehört. Ich bin gespannt, ob dieser Termin diesmal tatsächlich hält oder ob in ein paar Jahren erneut ein neuer Zeitplan präsentiert wird", schließt Spenger: "Die Menschen in der Region erwarten sich zurecht eine moderne und funktionierende Gesundheitsversorgung – und keine leeren Versprechungen der schwarz-blauen Landeskoalition!"

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