Tausende Läuferinnen und Läufer haben beim Vienna City Marathon den Asphalt zum Glühen gebracht. Doch der Frühling hat gerade erst begonnen, und die nächsten Events warten bereits. Für viele stellt sich jetzt die Frage: Halten die Laufschuhe noch eine weitere Saison durch?
Seien wir ehrlich: Wir hängen an unseren Laufschuhen. Sie haben uns durch Regen, Schweiß und über Ziellinien getragen. Doch früher oder später gibt selbst das beste Hightech-Material auf. Nur weil sie noch nicht auseinanderfallen, heißt das nicht, dass sie Sie noch optimal unterstützen. Ein alter Laufschuh ist wie ein Reifen ohne Profil: Er bringt Sie vielleicht noch ans Ziel, aber sicher ist das nicht. Wann ist es also Zeit für das nächste Paar? Machen Sie den Check! Wenn Sie eines dieser 5 Warnsignale bemerken, wird es Zeit, sich von Ihren „treuen Begleitern“ zu verabschieden.
5 Alarmzeichen: Wann es höchste Zeit für neue Laufschuhe ist
Die Außensohle
Drehen Sie Ihren Schuh einmal um. Je nach Laufstil radiert der Asphalt bestimmte Bereiche der Sohle ab. Hat die Außensohle an Ihren typischen Lande- und Abdruckzonen jegliche Struktur verloren und ist komplett platt? Dann ist die Balance dahin und Ihr Schuh ein Fall für die Tonne.
Das Profil
Wenn die Außensohle glattgelaufen ist, haben Sie keinen Grip mehr. Besondere Vorsicht ist bei Trail-Schuhen geboten: Im Wald und auf dem Berg brauchen Sie tiefe, grobe Stollen. Wenn das Profil auf unwegsamen Trails nicht mehr greift, verlieren Sie nicht nur Zeit, sondern riskieren gefährliche Stürze.
Die Dämpfung
Erinnern Sie sich an das Gefühl, auf Wolken zu laufen, als die Schuhe neu waren? Mit jedem Kilometer wird das Kunststoff-Luft-Gemisch in der Mittelsohle komprimiert. Das passiert oft schleichend. Irgendwann ist das Material schlichtweg "plattgetreten" und härtet aus. Wenn Sie das Gefühl haben, dass jeder Schritt ungefiltert in Ihre Gelenke knallt und vom anfänglichen Komfort nichts mehr übrig ist: Weg damit!
Risse und Löcher
Oft bahnt sich der große Zeh durch die ständige Reibung einen Weg direkt durch das Mesh-Obermaterial. Auch die Fersenschale ist ein echter Härtetest für den Stoff und das Innenfutter reißt oft auf. Optische Mängel bedeuten zwar nicht sofort das Ende, aber Achtung: Sobald eine harte, kaputte Fersenschale an Ihrer Achillessehne reibt und Schmerzen verursacht, müssen Sie die Schuhe sofort ausrangieren. Blasen und Entzündungen sind kein Lauf-Souvenir, das Sie haben wollen.
So viele Kilometer hält ein Laufschuh
In der Läufer-Welt hält sich eine hartnäckige Regel: Alle 650 bis 800 Kilometer sollten die Laufschuhe gewechselt werden. Doch das ist nur ein Richtwert. Ihr Gewicht, Laufstil und der Untergrund spielen eine riesige Rolle. Ein leichter Läufer auf weichem Waldboden hat länger etwas von seinen Schuhen als ein schwererer Läufer auf hartem Asphalt. Achten Sie deshalb auf Verschleißerscheinungen und vermeiden Sie es, mit einem abgenutzten Schuh zu trainieren.