Reality-TV-Phänomen Daniela Katzenberger hat sich ihre Form Schritt für Schritt erarbeitet. In ihrem Buch „Katze goes Muskelkater“ verrät sie, welche Übungen sie fit gemacht haben.
Daniela steht vor dem Kleiderschrank, kämpft sich in ihre Lieblingsjeans und dann macht’s pfffft. Naht gerissen. In ihrem neuen Buch „Katze goes Muskelkater“ schildert die TV-Ikone diese Geschichte humorvoll. Mittlerweile kann sie darüber lachen, doch dahinter steckt ein Moment, den viele kennen: Nicht die Zahl auf der Waage war das große Problem, sondern das Gefühl, sich im eigenen Körper nicht wohlzufühlen. Katzenberger war nie die Frau für grüne Smoothies und motivierende Instagram-Sprüche.
Katzenstark
Sie liebt Pizza, Pommes und Burger. Diäten hat sie ausprobiert, aber die waren allesamt unrealistisch. Anfangs läuft’s, dann kommt der Heißhunger, und zack, sind die alten Muster zurück. Schlafmangel, Stress, ungesunde Ernährung – irgendwann wird ihr klar: So wie bisher geht es nicht weiter. Nicht, weil sie sich hässlich findet, sondern weil der Körper sich schwer anfühlt, müde, fremd. Der Gamechanger heißt Tobi, ihr Coach. Er ist kein Motivations-Guru, sondern jemand, der Struktur gibt und dranbleibt, auch wenn Daniela nach jeder Einheit dramatisch ankündigt, nie wiederzukommen.
Am Anfang war das Training „die reine Qual“ für Daniela. Drei Minuten Warm-up fühlten sich an wie die längsten ihres Lebens, Planks wirkten harmlos, bis sie sie halten sollte, und Kniebeugen brannten so sehr, dass sie ihren Trainer am liebsten „auf den Mond schießen“ wollte. Und dann kam der Muskelkater, diese Hölle am Folgetag. Trotzdem passierte etwas Entscheidendes: Daniela spürte zum ersten Mal wieder ihren Körper und merkte, dass da mehr ist als „Schwabbel“. Nämlich Kraft, die wächst.
Das steckt hinter Abnehmerfolg
Ihr „Geheimnis“ ist dabei erstaunlich unspektakulär: Regelmäßigkeit statt Perfektion. Drei Einheiten pro Woche, dazu Bewegung im Alltag. Und eine Ernährungsumstellung, die sie nicht als Strafe beschreibt, sondern als Reihe schlauer Katzentricks: weniger Zucker und Salz, vorbereitete Mahlzeiten gegen Heißhunger. Vor allem aber: ein klares Ziel, ein „Wofür“, das sie aus dem U-Boot-Modus holt. Und je stärker ihr Körper wird, desto stabiler wird auch ihr Kopf: Sie wird gelassener, selbstbewusster, weniger abhängig davon, was andere über sie denken.
Daniela Katzenberger hat es geschafft. Sie fühlt sich wieder stark und vital. Mit uns teilt sie fünf Übungen, die sie auf ihrem Weg dahin stets begleitet haben. Tipp: Sie trainiert klassisch im Krafttraining auf Wiederholungen und Sätze, nicht als HIIT-Konzept.
Daniela Katzenberger verrät ihre Top-Übungen
LUNGES
Stellen Sie sich hüftbreit hin, Oberkörper aufrecht, Blick nach vorn, Körperspannung aufbauen. Machen Sie mit einem Bein einen Schritt nach vorn und senken Sie das andere Knie Richtung Boden, ohne ihn zu berühren, bis ca. 90° zwischen Oberund Unterschenkel. Achten Sie darauf, dass das vordere Knie nicht über die Zehenspitzen ragt und die Beine nicht nach innen fallen; Oberkörper bleibt aufrecht. Drücken Sie sich über die Ferse des vorderen Beins kraftvoll zurück in die Ausgangsposition. Wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite.
SEITLAGE MIT ABDUKTION
Legen Sie sich seitlich auf die Matte. Strecken Sie den unteren Arm aus und legen Sie den Kopf darauf ab – oder winkeln Sie den Arm an und stützen den Kopf. Legen Sie den oberen Arm zur Stabilisation locker vor dem Körper ab. Winkeln Sie das untere Bein leicht an, das obere liegt fast gestreckt darauf. Heben Sie das obere Bein seitlich an und halten Sie oben kurz. Senken Sie es kontrolliert ab und wiederholen Sie die Bewegung.
OVERHEAD TRICEPS EXTENSION
Stellen Sie sich hüftbreit hin, Knie leicht gebeugt, Blick nach vorn, Körperspannung halten. Halten Sie die Kurzhantel mit fast gestreckten Armen über dem Kopf. Atmen Sie ein und senken Sie die Unterarme mit dem Gewicht hinter den Kopf. Die Oberarme bleiben ruhig, die Ellenbogen nicht nach außen. Drücken Sie die Hantel mit beiden Armen wieder nach oben und atmen Sie aus.
TRIZEPS-DIPS
Setzen Sie sich auf eine stabile Bank/Box/Stuhl. Platzieren Sie die Hände neben der Hüfte an der Kante, Finger nach vorn. Rutschen Sie mit dem Gesäß nach vorn, Oberkörper aufrecht, Arme fast gestreckt. Beine gebeugt, Füße flach am Boden. Beugen Sie die Ellenbogen kontrolliert bis ca. 90°, Oberkörper nah an der Erhöhung, Ellenbogen eng am Körper. Drücken Sie sich kraftvoll nach oben, bis die Arme fast gestreckt sind.
CRUNCH
Legen Sie sich auf den Rücken, winkeln Sie die Beine an und stellen Sie die Füße flach auf. Tippen Sie die Hände leicht an den Kopf oder verschränken Sie sie vor der Brust. Heben Sie den Oberkörper leicht an, der untere Rücken bleibt am Boden. Senken Sie den Oberkörper wieder ab, ohne die Schultern ganz abzulegen, und bereiten Sie die nächste Wiederholung vor.