Einstieg

Machen VIELE falsch! So sollten Laufanfänger wirklich starten

Einfach loslaufen? Genau das ist der größte Fehler. So sollten Laufanfänger:innen wirklich starten, um endlich dranzubleiben. 

Laufschuhe an und einfach losrennen? Oder erstmal 300 Euro in Smartwatch, Carbon-Schuhe und Hightech-Outfit investieren? Spoiler: Beides bringt Sie als Laufanfänger:in nicht wirklich weiter. Denn der größte Fehler ist nicht fehlendes Equipment, sondern die falsche Strategie. Wer zu schnell startet, verliert die Motivation oft genauso schnell wieder. Dabei ist der Einstieg eigentlich viel einfacher, als viele denken. 

Der größte Fehler: Zu schnell, zu viel, zu motiviert

Machen VIELE falsch! So sollten Laufanfänger wirklich starten
© Getty Images

Viele Anfänger:innen starten voller Motivation und laufen direkt zu schnell. Das Problem: Der Körper ist diese Belastung nicht gewohnt. Muskelkater, Frust und im schlimmsten Fall Verletzungen sind die Folge. Dabei geht es am Anfang um etwas ganz anderes: Grundlagenausdauer. Das bedeutet: langsam laufen. Wirklich langsam. So langsam, dass Sie sich dabei noch problemlos unterhalten könnten. Ja, das hängt vielen zum Hals raus, aber es ist der Schlüssel. 

Warum langsam laufen Sie schneller macht

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Klingt widersprüchlich, ist aber der Schlüssel zum Erfolg. Wenn Sie im niedrigen Intensitätsbereich trainieren (oft als „Zone 2“ bezeichnet), passiert im Körper einiges: 

  • Ihr Herz-Kreislauf-System wird gestärkt
  • Ihre Muskeln werden besser durchblutet
  • Ihr Körper lernt, Energie effizienter zu nutzen

Das Ergebnis: Sie werden mit der Zeit schneller, ohne sich mehr anzustrengen. Und noch wichtiger: Sie bleiben verletzungsfrei. 

So gelingt der perfekte Einstieg 

Der Anfang muss nicht spektakulär sein, sondern sinnvoll. Starten Sie am besten mit kurzen Lauf- und Gehintervallen. Eine Minute laufen, zwei Minuten gehen ist ein idealer Einstieg. So gewöhnt sich Ihr Körper Schritt für Schritt an die Belastung, ohne überfordert zu werden. Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit. Drei Einheiten pro Woche reichen völlig aus, um Fortschritte zu sehen. Dabei sollten Sie immer darauf achten, dass sich das Tempo angenehm anfühlt, wenn Sie nicht mehr reden können, sind Sie zu schnell. Auch kleine Routinen helfen: ein kurzes Aufwärmen vor dem Lauf, lockeres Dehnen danach und vor allem Geduld. 

Gehpausen sind kein Rückschritt

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Viele denken, sie müssten von Anfang an durchlaufen. Falsch. Gehpausen sind Teil des Trainings. Sie helfen Ihrem Körper, sich zu erholen und machen es möglich, länger dranzubleiben. Und genau darum geht es: nicht um Perfektion, sondern um Kontinuität. Starten Sie zum Beispiel mit 20 Minuten insgesamt und steigern Sie die Dauer alle zwei Wochen um etwa fünf Minuten. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich Fortschritte einstellen. 

 

Wenn Sie mit dem Laufen anfangen wollen, brauchen Sie keine Hightech-Ausrüstung und keine komplizierten Trainingspläne. Sie brauchen Geduld, ein ruhiges Tempo und eine Strategie.

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