Ein feuriger Pyrotechnik-Schreck und ein missglückter Abgang sorgten bei Andy Borgs jüngstem Auftritt in der Münchner Olympiahalle für unfreiwillige Schrecksekunden.
Die Münchner Olympiahalle bebte am vergangenen Wochenende im Takt der „Schlagernacht des Jahres“. Während Stars wie DJ Ötzi, Ross Antony und Matthias Reim das ausverkaufte Haus gewohnt routiniert bespielten, sorgte ausgerechnet Publikumsliebling Andy Borg für die wohl unvorhergesehensten Momente des Abends. Was als glanzvolle Eröffnung mit Klassikern wie „Die Fischer von San Juan“ begann, mündete in einem bühnentechnischen Intermezzo, das dem erfahrenen Entertainer sichtlich zusetzte.
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Schrecksekunde durch Pyrotechnik
Bis zum finalen Titel „Sarah“ verlief die Darbietung des „Schlager-Spaß“-Moderators nach Plan. Doch unmittelbar zum Refrain ereignete sich laut Bericht der „Abendzeitung München“ ein pyrotechnischer Zwischenfall: Eine unerwartete Feuerfontäne schoss im hinteren Bühnenbereich empor – gefährlich nahe am Interpreten. Borg, sichtlich erschrocken, bewies jedoch Geistesgegenwart. Nach einem kurzen, prüfenden Blick auf sein Sakko kommentierte er die brenzlige Situation trocken ins Mikrofon: „Das war knapp.“
Obgleich er den Auftritt professionell zu Ende führte, war die gewohnte Souveränität kurzzeitig dem Adrenalin gewichen; der Sänger wirkte merklich aus dem Rhythmus gebracht.
Orientierungslosigkeit im Rampenlicht
Nach dem letzten Akkord folgte die nächste Irritation. Anstatt der geplanten Überleitung blieb Borg allein im Scheinwerferlicht zurück. Während er leise den Refrain vor sich hin summte, suchte er vergeblich nach Moderator René Travnicek. Die Ratlosigkeit artikulierte er schließlich direkt in Richtung des Publikums: „Wo ist denn jetzt dieser Moderator?“
Als die Halle schließlich dunkel wurde und die ersten Klänge von Mickie Krause ertönten, stand Borg noch immer verloren in der Bühnenmitte. Erst nach deutlichen Anweisungen des Bühnenpersonals räumte er das Feld im Laufschritt – ein Abgang, der so gewiss nicht im Drehbuch stand.
Sittenwächter beim „Schlager-Spaß“
Turbulenzen ist der Entertainer indes auch aus seinem eigenen TV-Format gewohnt. In der jüngsten Ausgabe von „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ sah sich der Moderator genötigt, als moralische Instanz einzuschreiten. Als der Sänger Pupo während seiner Darbietung im Publikum einer Zuschauerin gefährlich nahe kam und die Szenerie in einem innigen Kuss auf die Wange gipfelte, rief Borg amüsiert-pikiert dazwischen: „Auseinander, Auseinander! Was ist denn hier los?“
Ob feurige Fontänen oder allzu stürmische Sängerkollegen – Andy Borg beweist einmal mehr, dass ihn auf der Bühne so schnell nichts dauerhaft aus der Fassung bringt, selbst wenn der Puls kurzzeitig in die Höhe schnellt.