Die Moderatorin verlässt RTL nach 18 Jahren auf dem Bildschirm. Bei ihrem Abschied verliert sie nicht unbedingt versöhnliche Worte über den Sender.
Nach 18 Jahren im Dienst des Kölner Senders zieht Annett Möller einen Schlussstrich unter ihre Ära im Morgenfernsehen. Doch während die Kameras zum letzten Mal für sie liefen, nutzte die erfahrene Moderatorin die Bühne für eine pointierte Bemerkung über die Zukunft der Branche, die aufhorchen lässt.
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Es war ein emotionaler Freitag im RTL-Studio: Für Annett Möller markierte der 17. April das Ende ihrer langjährigen Tätigkeit im Frühprogramm. Mit dem Auslaufen der Formate „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ – die ab Mai dem neuen Nachrichtenformat „Deutschland am Morgen“ weichen – schließt sich für die 47-Jährige ein bedeutendes Kapitel ihrer Karriere, das bereits im Jahr 2008 seinen Anfang nahm.
Emotionaler Abschied
Trotz der Wehmut über das Ende der Sendung bewahrte Möller Haltung. Ihr Kollege Simon Beeck leitete das Finale sichtlich gerührt ein: „Das ist heute unsere letzte gemeinsame Sendung.“ Möller reagierte gefasst und betonte, sie gehe mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“, sei jedoch mit der Situation im Reinen.In ihren Abschiedsworten fand die Moderatorin herzliche Worte für ihre Weggefährten. Besonders die Zusammenarbeit mit Simon Beeck hob sie hervor: „Es war so schön mit dir, Simi. Du bist ja quasi mein Fernsehehemann. Es war eine ganz tolle Zeit, ich werde euch sehr vermissen.“
Auch dem Team hinter den Kulissen zollte sie Respekt und verwies auf die tiefen Wurzeln, die sie über fast zwei Jahrzehnte bei dem Sender geschlagen hat. „Hinter den Kameras sind so viele tolle Menschen“, so das Resümee der Journalistin.
Kritik an der Automatisierung
Kurz bevor das Licht im Studio erlosch, konnte sich Möller jedoch eine kritische Anmerkung zur aktuellen Medienlandschaft nicht verkneifen. Mit Blick auf die fortschreitende Umstrukturierung und den Trend zur Technisierung innerhalb der TV-Branche meinte sie vielsagend: „Noch stehen da ja Menschen, das wird sich bald ändern.“
Dieser Seitenhieb wird weithin als Anspielung auf die zunehmende Automatisierung in den Studios verstanden. Ähnlich wie bei anderen großen Nachrichtenformaten halten auch bei RTL vermehrt ferngesteuerte Kamerasysteme Einzug, die menschliches Personal ersetzen.Während sich kommende Woche auch Simon Beeck vom Format „Punkt 8“ verabschiedet, setzt sich der Umbruch bei RTL ungemindert fort – eine Entwicklung, die nicht nur bei Möller, sondern auch bei anderen prominenten Abgängen der jüngeren Vergangenheit für Gesprächsstoff sorgte.