Das Epizentrum der Eurovisions-Begeisterung verlagerte sich an den Karlsplatz. Im Wien Museum, das in diesen Tagen als „Eurofan House“ fungiert, sorgten ESC-Star Cosmo und sein Partner an der Gitarre, Sandro, für ein Gastspiel der Sonderklasse.
In der intimen Atmosphäre des Museums wurden die beiden Künstler Cosmó und Sandro Humitsch im Interview auf jene Frage angesprochen, die Fans interessiert: Wie fand dieses Duo eigentlich zusammen? Cosmo, sichtlich in Plauderlaune, sorgte für ein kollektives Raunen im Saal, als er mit einem Augenzwinkern antwortete: „Wir haben uns vor einer Ewigkeit beim Online-Dating kennengelernt.“
Ein kurzes Innehalten im Publikum, bevor Manager und Gitarrist Sandro – mit jener trockenen Präzision, die er auch an den Saiten zeigt – das Missverständnis aufklärte. Es sei zwar eine Online-Plattform gewesen, jedoch eine dezidiert für Künstler konzipierte. Das befreite Lachen der beiden und die darauffolgende herzliche Interaktion bewiesen einmal mehr, dass hier die Chemie jenseits jeder digitalen Algorithmen stimmt.
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Wenn die Technik den Takt verweigert
Die Stimmung im Eurofan House war längst am Siedepunkt, als es zu jenem Moment kam, den man in Wien nur allzu gern als klassisches „Hoppala“ tituliert. Als die ersten Takte des nächsten Songs erklingen sollten, herrschte plötzlich: Stille. Die Musik verweigerte den Dienst, die Technik schien kurzzeitig im Dornröschenschlaf versunken.
Doch wer Cosmo kennt, weiß, dass ihn solch profane Zwischenfälle nicht aus der Ruhe bringen. Mit jener nonchalanten Grandezza, die einen echten Star ausmacht, überbrückte er die Pause mit Humor. In Richtung der Technik-Kanzel rief er lässig in Erinnerung, welches Werk nun eigentlich an der Reihe wäre: „Der Song heißt übrigens ‚Tanzschein‘!“
Kunst und Kuriosität
Der kurze Aussetzer tat der Furore keinen Abbruch – im Gegenteil. Als "Tanzschein" schließlich doch noch Fahrt aufnahm, gab es für das Publikum kein Halten mehr. Es war ein Auftritt, der bewies, dass der Eurovision Song Contest mehr ist als nur eine perfekt durchgestylte TV-Show. Es sind die menschlichen Momente, der Wiener Schmäh und die Fähigkeit, über kleine Pannen hinwegzulächeln, die diesen Nachmittag im Wien Museum unvergesslich machten.