Zwischen einer sinkenden Bootseinlage der Moderatoren und technischen Pannen lieferten die Proben zum zweiten Halbfinale in Wien eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Der Weg zum zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contest in Wien erweist sich als ebenso unterhaltsam wie tückisch, wie die jüngsten Proben in der Stadthalle eindrucksvoll unter Beweis stellten. Während das erste Drittel der Show musikalisch auf Schiene schien und vor allem die Beiträge aus Frankreich und Tschechien das Fachpublikum begeistern konnten, sorgten technische Gebrechen und gewollte Slapstick-Einlagen für ordentlich Gesprächsstoff.
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Den Einstieg gestalteten Victoria Swarovski und Michael Ostrowski gewohnt humorvoll, indem sie in einem Boot zu einer ganz eigenen, leicht schrägen Version von JJs „Wasted Love“ über die Bühne schipperten, nur um am Ende vor den Augen der Anwesenden publikumswirksam zu versinken.
In der Hälfte der Show kam es jedoch zu einem ungeplanten Stillstand, als der Auftritt von Cosmo mit seinem Song „Tanzschein“ auf dem Programm stand. Mitten in der Probe gab die Technik w.o., als sich das für die Performance zentrale Gerüst einfach nicht hochziehen lassen wollte. In dieser prekären Situation rettete Michael Ostrowski die Stimmung mit seiner Improvisationskunst, indem er die mehrminütige Zwangspause nutzte, um locker mit den Umstehenden zu plaudern und so die aufkommende Nervosität in der Halle wegzulächeln.
Technischer Ausfall
Als das technische Problem schließlich gelöst war und Cosmo seinen „Tanzschein“ doch noch präsentieren konnte, folgte für viele die Ernüchterung, da die gesamte Performance deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Trotz dieser darstellerischen Schwächen tat dies der allgemeinen Begeisterung in der Stadthalle keinen Abbruch, denn die Stimmung blieb weiterhin auf einem erstaunlich hohen Niveau.
Cosmó war nicht der einzige, der Opfer von Technikproblemen wurde. Auch vor Australien gab es Umbauprobleme und ganz zu Beginn klemmte eine Türe. Aber dafür sind die Proben ja schließlich da.