Neue Umfrage von Marketagent: 32 Prozent wollen Liveshows verfolgen - 37 Prozent sehen Österreichs Gastgeberrolle positiv
Der Eurovision Song Contest ist bekannter als der Papst - zumindest wenn man der repräsentativen Studie des Instituts Marketagent Glauben schenken darf, die Anfang Februar unter 1.000 Personen durchgeführt wurde: 99 Prozent kennen demnach das Megaevent, das Mitte Mai in der Wiener Stadthalle stattfindet. Das Interesse am Bewerb fällt demnach jedoch geringer aus, obgleich 38 Prozent sich immerhin "sehr", "eher" oder "teilweise" für den ESC interessieren.
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62 Prozent ist das Musik-Spektakel "wurscht"
Die Mehrheit von 62 Prozent sieht im Musikevent wenig bis keine Relevanz. Der Blick auf die Alterspyramide zeigt dabei eindeutig: Je jünger, desto positiver wird der ESC wahrgenommen respektive bewertet. Ein Drittel (32 Prozent) der Befragten will zumindest eine der drei Liveshows verfolgen, ein gutes Viertel (26 Prozent) das Finale. Fünf Prozent davon macht sich nach jetzigem Stand dabei auf in eines der zahlreichen Public Viewings, drei Prozent in die Stadthalle. 90 Prozent planen ein Privatevent vor dem eigenen TV respektive gemeinsam mit Freunden.
Ein Viertel der Österreicher sieht Gastgeberrolle kritisch
Analog dazu finden es 37 Prozent der Befragten gut, dass Österreich heuer den ESC ausrichtet, während lediglich 25 Prozent den Umstand kritisch sehen. Zwar glauben 54 Prozent der Befragten, dass am Ende die Kosten den Nutzen überwiegen werden, aber dennoch werden die Folgewirkungen für Österreich von einer großen Mehrheit positiv gesehen. 70 Prozent erwarten sich entsprechende Auswirkungen auf den Tourismus, 54 Prozent positive Auswirkungen auf das Ansehen Österreichs im Ausland.
Bei der Frage nach den Assoziationen zum Event überwiegt der Glamourfaktor. "Buntes Spektakel" nennen hier 34,6 Prozent der Befragten. Auch die Begriffe "Live-Entertainment" (24,8 Prozent), "Vielfalt, Diversität, LGBTQ+ Community" (23,5 Prozent), "Kostüme & Inszenierung" (23,1 Prozent) und "Musikvielfalt" (21,7 Prozent) fallen in diese Kategorie. Auf der kritischeren Seite der Gedanken finden sich hingegen Assoziationen wie "Vorhersagbar, unfaire Wertungen, politisch beeinflusst" (25,4 Prozent) oder "Over-the-top, überproduziert" (18,0 Prozent).
Debatte um Israel spaltet das Land
Die im vergangenen Jahr virulente Debatte um eine Teilnahme oder einen Ausschluss Israels kennen 60 Prozent der Befragten. 28 Prozent finden es dabei positiv, dass Israel teilnehmen kann, 26 Prozent hingegen nicht. Die relative Mehrheit von 46 Prozent sieht sich indes neutral in dieser Frage. Entsprechend können 31 Prozent nicht nachvollziehen, dass manche Nationen wie Spanien oder die Niederlande den Bewerb heuer wegen Israel boykottieren, während 29 Prozent der Befragten diese Entscheidung stützen.