Bei Budgen

Sängerin "Die Mayerin" über Seiler-Auftritt: "Halte ich nicht für tragbar"

Sängerin Ulrike Mayer bezieht klar Stellung in der Causa Christopher Seiler.

Diese Schlagzeile sorgte für Aufsehen:  Christopher Seiler  soll trotz der laufenden Ermittlungen im Sommer wieder auftreten!

Sängerin
© zeidler

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Für das Szene Openair in Lustenau (Ende Juli) gibt es derzeit keine Absage. Überraschend, wenn man bedenkt, dass er sich in Therapie begeben will, wie angekündigt.

Fassungslosigkeit

Bei "Hinter den Schlagzeilen - Bei Budgen" hat sich nun die Musikerin Ulrike Mayer, bekannt als "Die Mayerin" zu Wort gemeldet. Was waren ihre ersten Gedanken, als sie von der Kokain-Causa Seiler gehört hat, will Patrick Budgen wissen? Mayer: "Fassungslosigkeit. Man wünscht sich das für niemanden".

Patrick Budgen
© ORF/Thomas Ramstorfer
  

Im ersten Moment habe sie die Video-Entschuldigung gut gefunden, doch nach einem Blick in die Kommentarspalten findet Mayer deutliche Worte: "Echt jetzt? Es gibt Dinge, die sind nicht entschuldbar. Wenn Grenzen überschritten werden. Punkt." Für Frauen sei das besonders heftig, weil wir in einem System leben, wo man Grenzen einfach überschreiten kann.

Täter-Opfer-Umkehr  

Für Ulrike Mayer gehören klare Definitionen von Gewalt her: "Es gibt so viele Definitionen, wie ich einem Gewalt zufügen kann, ohne jemanden eine reinzuhauen." Mayer erklärt auch, wie schwierig es für die Fans ist, ihr Idol fallen zu sehen. Verharmlosung, klassische Täter-Opfer-Umkehr sei die Konsequenz und die sei gefährlich.

Budgen fragt deutlich nach, will wissen, ob ein Auftritt von Seiler demnächst tragbar sei? Mayer: "Nein, halte ich nicht für tragbar." Viele Sängerinnen haben Angst vor einem Shitstorm, "man muss vor jeglicher Art von Hass Angst haben". Trotzdem war es für sie wichtig, sich zum Thema zu äußern.

Wünscht sich klare Worte

Sie sei der Meinung, das man Verantwortung habe, wenn man in der Öffentlichkeit stehe. Darum habe sie Budgens Einladung angenommen. Sie wünscht sich besonders von Kollegen klare Worte: "Ja, er ist ein Kollege, aber das war trotzdem nicht in Ordnung", würde Mayer gerne öfter hören.

Drüber reden

Ist es ein gutes Zeichen, jetzt darüber zu sprechen? "Wir müssen viel mehr darüber sprechen. Redma alle drüber! Wir haben eine Verantwortung den Kindern und Jugendlichen gegenüber. Wir habens erst dann geschafft, wenns am Heurigenbankerl besprochen wird."

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