Die Welle der Reaktionen in der heimischen Musikszene reißt nicht ab. Nun meldet sich Sängerin und Dancing-Star Missy May mit einer deutlichen Botschaft zu den aktuellen Vorwürfen rund um Christopher Seiler.
Immer mehr Künstler in Österreich äußern sich zur aktuellen Situation. Die „Dancing Stars“-Gewinnerin Missy May, bürgerlich Stephanie Wanasek-Stauffe, wählte für ihre Stellungnahme den Weg über Instagram. Obwohl sie im Video keinen konkreten Namen nennt, ist der Bezug zu den jüngsten Ereignissen klar erkennbar.
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Kritik an Entschuldigungs-Video
Die Sängerin nimmt Bezug auf Berichte, wonach ein bekannter Musiker einer Frau ohne deren Zustimmung Kokain verabreicht haben soll. Sie betont dabei, dass die Unschuldsvermutung gilt. Besonders das veröffentlichte Statement des Musikers irritiert die Künstlerin. Missy May erklärt dazu: „Was mich an diesem Video wirklich irritiert, ist der Eindruck, dass hier versucht wird, etwas glattzubügeln, weil es an die Öffentlichkeit gelangt ist – indem man ein Entschuldigungsvideo veröffentlicht.“ Für sie wirke die Reue wie ein Versuch, den entstandenen Schaden zu begrenzen.
Erschütterung über Fan-Reaktionen
Ein weiterer Punkt, der die Sängerin fassungslos macht, ist das Verhalten der Community in den sozialen Netzwerken. „Was mich jedoch wirklich erschüttert, sind die Kommentare unter diesem Video – erschreckenderweise häufig von Frauen“, so Missy May. Sie kritisiert scharf, dass das mutmaßliche Opfer angegriffen und als geldgierig dargestellt werde, während der Beschuldigte als „armer Mann“ inszeniert werde.
Kein Glaube an Ausrutscher
Abschließend zieht die Künstlerin ein persönliches Fazit zur Causa. Sie glaube nicht daran, dass es sich bei einem solchen Vorfall um einen einmaligen „Ausrutscher“ handle. Vielmehr sieht sie in der aktuellen Entwicklung eine positive Wendung für Betroffene. Missy May vermutet, dass es nun endlich eine Frau gebe, die den Mut aufgebracht habe, einen solchen Vorfall zur Anzeige zu bringen.