Die Serafins: Zwei wie Pech & Schwefel

Wunderbares Team

Die Serafins: Zwei wie Pech & Schwefel

Harald & Daniel nehmen Abschied von Mörbisch: Madonna SOCIETY-Interview.

Als Intendant, Schauspieler und Sänger brannte Harald Serafin (80) sein Leben lang für die Bühne. Kurz vor seiner letzten Mörbisch-Premiere, die am 12. Juli über die Bühne geht, gibt der Workaholic erstmals zu, dass sein enormes Arbeitspensum immer wieder eine Reibefläche innerhalb der Familie war. So war ihm etwa das gelassene Naturell von Sohn Daniel (30) lange ein Dorn im Auge. „Er weiß nicht, was Freizeit ist, und ich war halt ein fauler Hund“, sagt der Sohn. „Ich hab’ halt ein bissl einen Huscher“, so der Vater. Heute ist ihre Beziehung harmonischer denn je und die beiden können herzlich mit- und übereinander lachen. Und bevor bei den Proben die Fetzen fliegen, macht der kritikfreudige Vater einen auf Scherzkeks – oder man geht sich vorsichtshalber ganz einfach aus dem Weg.

Im Interview mit Madonna SOCIETY führten Harald und Daniel Serafin ein ehrliches Vater-Sohn-Gespräch.

Herr Serafin, wie verdrängen Sie die Traurigkeit, weil es heuer zu Ende geht?

Harald Serafin: Ich habe überhaupt keine Wehmut und bin mit meinen 80 Jahren dankbar und glücklich darüber, dass ich 20 Jahre lang gesund durchgehalten habe, das soll mir erst einer nachmachen.

Daniel, fürchten Sie sich vor einer Art Unterbeschäftigung Ihres Vaters?
Daniel:
(schmunzelt) Ich denke, er wird sich mehr Zeit für meine Mutter nehmen. Sie wünscht sich doch seit vielen Jahren, im Sommer mal endlich was anderes zu machen. Ein bissl Kultur genießen. Urlaub machen. Einladungen wahrnehmen, auf die sie bis dato verzichtet haben.

Wie geht’s beruflich weiter?
Harald: I
ch bereite mich natürlich längst auf die Zeit danach vor, mag aber noch nicht sagen, was alles auf mich zukommt.

Daniel: Ich habe viele Pläne, etwa Konzerte in New York und L. A. Ich freue mich auf diese neuen Aufgaben. Hier werde ich jedenfalls nicht weiter singen.

Gab‘s Phasen, in denen Sie die Assoziation mit dem berühmten Vater gestört hat?
Daniel:
Ja, weil man seinen eigenen Weg gehen will mit seinem eigenen Stempel. Wenn man das Glück hat, einen starken Vater neben sich zu haben, muss man auch seinen eigenen Weg finden und eventuell auch etwas abseits der Operette wagen. Ich mache daher auch Sachen, die er nie gemacht hat. Machst du das Gleiche, wirst du gemessen, dann bist du Abklatsch.

Wurden Sie in eine Richtung gelenkt?
Daniel:
Nein, der Papa hat mir immer freie Hand gelassen. Ich habe Gott sei Dank auch den Master in Kulturmanagement gemacht, denn man weiß nie, wie sich der Gesang entwickelt. In Amerika ist es zum Beispiel ganz normal, dass die Leute zwei, drei Jobs parallel haben.

Das ganze Interview lesen Sie ab sofort in der neuen Ausgabe von Madonna SOCIETY.

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