Demenz
„Es ist besonders traurig": Friedrich Schiller über Weihnachten mit Jeannine
Jahrzehntelang war Jeannine Schiller eine feste Größe der Wiener Gesellschaft: elegant, präsent, stets engagiert für karitative Zwecke. Die heute 81-Jährige galt als Inbegriff jener diskreten Grandezza, die das gesellschaftliche Leben der Stadt über viele Jahre mitprägte. Umso schmerzlicher ist der Weg, den sie seit einiger Zeit gehen muss.
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Seit mehreren Jahren leidet Jeannine Schiller an Demenz – einer Erkrankung, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch jenes ihrer Familie grundlegend verändert hat. Vor zwei Jahren machte ihr Ehemann, Friedrich Schiller, die Diagnose öffentlich. Damals sprach er von „schweren psychischen Defiziten“, bestätigt durch ein von Fachärzten konsultiertes neurologisches Kollegium.
Zunächst schlichen sich die Symptome leise in den Alltag: kleine Vergesslichkeiten, ungewohnte Stimmungsschwankungen, Momente der Verunsicherung. Doch bald folgten Ereignisse, die das Ausmaß der Erkrankung deutlich machten. Ein Autounfall auf einer altvertrauten Strecke – glücklicherweise ohne Personenschaden –, das wiederholte Verlegen von Alltagsgegenständen wie Schlüssel, Mobiltelefon oder Geldbörse. All das waren Warnsignale, die sich nicht mehr übersehen ließen.
Weihnachten mit den Liebsten
Heute ist Jeannine Schiller ein Pflegefall. Sie benötigt rund um die Uhr Betreuung und wird inzwischen künstlich ernährt. Besonders in der Weihnachtszeit wird die Schwere dieser Situation für die Familie spürbar. „Die Kinder schauen vorbei, dann werden sie mit ihren eigenen Familien Weihnachten verbringen“, erzählt Friedrich Schiller im Gespräch mit oe24. „Es ist wirklich besonders traurig.“
Und doch gibt es trotz allem auch leise Lichtblicke. Vor Kurzem gab Friedrich Schiller ein weiteres Update, das Hoffnung anklingen lässt. „Es gibt etwas Positives zu berichten: Sie hat einen großen Überlebenswillen. Auch dieses kleine, bescheidene Dasein scheint ihr zu gefallen“, sagte er gegenüber oe24.
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