Lupin

Wieder da

Lupin: Endlich geht's weiter mit diesem Netflix-Hit

Lupin ist endlich wieder zurück! Netflix-Hit begeisterte zu Beginn des Jahres, wegen Corona kam es zu Verzögerungen.

Die französische Miniserie "Lupin" über einen gerissenen Betrüger begeistert seit Jahresbeginn die Zuschauer. Es ist nicht nur die erste französische Serie, die es in die US-Top-Ten des Streamingdienstes geschafft hat. Corona-Bedingt musste die erste Staffel abgebrochen werden. Nun geht es nach langen Monaten des Wartens endlich weiter mit dem Hit! Ab dem 11.6. ist Lupin wieder auf Netflix zu sehen. Die Zeit für Spielchen ist vorbei! Assanes Rachefeldzug gegen Hubert Pelligrini hat die Beziehung zu seiner Familie zerrüttet. Nun ist er dazu gezwungen, sich einen neuen Plan auszudenken, um Pellegrini zu besiegen. Auch wenn das bedeutet, sich selbst in Gefahr zu bringen. 

Lupin: Endlich geht's weiter mit diesem Netflix-Hit 

Der entscheidende Grund für den Riesenerfolg ist sicher Hauptdarsteller Omar Sy, bekannt aus der Komödie "Ziemlich beste Freunde" aus dem Jahr 2011. Der 43-Jährige spielt in "Lupin" nun Assane Diop, einen smarten und gewitzten Betrüger, der mit einem spektakulären Millionenraub die Pariser Polizei an der Nase herumführt. Inspiriert vom Meisterdieb Arsene Lupin, einer mehr als 100 Jahre alten Romanfigur, will Diop mit dem Diebstahl seinen Vater rächen, der vor Jahrzehnten zu Unrecht eines Raubes beschuldigt wurde und im Gefängnis starb. Mit dafür verantwortlich war die reiche, weiße Familie Pellegrini.

Omar Sy begeistert

Schon in "Ziemlich beste Freunde" war es vor allem Omar Sy, der das Herz des Films war. Wie er als unkonventioneller Pfleger Driss dem gelähmten, reichen Philippe (Francois Cluzet) zu mehr Lebensfreude verhalf, begeisterte das Kinopublikum weltweit. Auch in "Lupin" verkörpert Sy seine Rolle in der fünfteiligen, ersten Staffel mit Witz und die Gerissenheit. Hinzu kommt seine Wandelbarkeit: Er überzeugt als Putzmann und als Superreicher, genauso wie als liebevoller Vater und knallharter Insasse im Gefängnis. Vielleicht liegt dies in Teilen an Sys eigenem Leben. Er wuchs bei Paris als Sohn eines Senegalesen und einer Mauretanierin in einfachen Verhältnissen auf. Durch Zufall kam er ins Filmgeschäft, stand ab 2001 immer mal wieder vor der Kamera, bis ihm 2011 mit "Ziemlich beste Freunde" der internationale Durchbruch gelang. Es folgten Hollywoodblockbuster wie "X-Men" und "Jurassic World", doch dem französischen Kino blieb Sy immer treu. Auch privat gibt es wenig Wirbel: Seit 2007 ist er mit seiner Frau Helene (einer weißen Französin) verheiratet, gemeinsam haben sie vier Kinder.

Geprägt

Als schwarzer Mann in einer von Weißen dominierten Gesellschaft aufzuwachsen, das prägte Omar Sy ebenfalls - und ist trotz allem Humor auch in vielen seiner Rollen zu spüren. "Die Leute schauen dich nur an und sagen: "Du bist schwarz und du bist aus der Banlieue", und alle Türen sind geschlossen", sagte Sy einst in einem Interview. "Ich hatte den Wunsch, etwas anderes zu sein. Wenn ich eine Tür sehe, die etwas offen ist, werde ich einen Weg finden durchzukommen."

Feiner Humor, wenn auch harter Rassismus dahintersteckt

Viel passender hätte er wohl auch nicht seine Rolle als Trickbetrüger in "Lupin" beschreiben können, wo die Weißen oft abschätzig auf den Schwarzen herabblicken, ihn nicht einmal richtig wahrnehmen. Doch genau das macht sich der Held Diop zunutze und führt sie alle an der Nase herum. Das ist dann zugleich ein weiteres Highlight der Serie: Auf sehr spannende Weise thematisiert und enttarnt sie quasi ganz nebenbei den alltäglichen Rassismus.