Der Frühling ist da, die Sonne lockt, doch beim Blick auf den Boden folgt der Schock: Zwischen den edlen Platten wuchert es, als wollte der Urwald die Terrasse zurückerobern. Wir verraten Ihnen, wie Sie Unkraut, Moos und Algen blitzschnell und ohne Chemiekeule eliminieren.
Die dicken Jacken sind verstaut, die Gartenmöbel stehen bereit. Doch über den Winter haben sich ungeladene Gäste breitgemacht: Hartnäckiges Unkraut, schleimiges Moos und ein grauer Algenfilm trüben die Vorfreude auf die Grillsaison. Aber keine Panik! Sie müssen weder ein Vermögen für Spezialreiniger ausgeben noch die Umwelt belasten. Mit diesen Profi-Tipps wird Ihr Außenbereich in kürzester Zeit wieder zum Vorzeige-Paradies.
Kochendes Wasser
Es klingt zu einfach, um wahr zu sein, aber es ist ein echter Gamechanger: Heißes Wasser. Statt teurer Herbizide nutzen Sie einfach die Kraft der Thermik. Gießen Sie kochendes Wasser direkt aus dem Wasserkocher oder dem Topf in die Fugen. Die enorme Hitze zerstört die Zellstruktur der Pflanzen sofort. Das Ergebnis: Das Unkraut sackt in sich zusammen und stirbt bis in die Wurzelspitzen ab. Nach ein paar Tagen können Sie die vertrockneten Reste ganz entspannt mit einem Besen wegfegen.
Handarbeit mit Köpfchen
Wenn Sie es ganz genau nehmen und dem Unkraut keine Chance zum Comeback geben wollen, führt kein Weg an der manuellen Reinigung vorbei. Doch bevor Sie sich den Rücken krumm schuften, warten Sie auf den richtigen Moment. Schreiten Sie nach einem Regenschauer zur Tat. Der Boden ist dann aufgeweicht und die Wurzeln lassen sich fast wie von selbst herausziehen. Mit einem Fugenkratzer oder einer harten Bürste bewaffnet, entfernen Sie die Pflanzen samt Wurzelwerk, so bleibt die Terrasse deutlich länger unkrautfrei.
Moos und Algen adé
Nicht nur das Unkraut nervt, auch der glitschige grüne Schleier (Algen und Moos) auf Steinplatten oder Holzdeck ist ein echtes Sicherheitsrisiko und sieht unschön aus. Hier hilft ein bewährtes Hausmittel-Duo: Schmierseife und Natron.
Mischen Sie heißes Wasser mit einem ordentlichen Schuss Schmierseife oder Natron und verteilen Sie die Lauge großzügig auf den betroffenen Stellen. Die Mischung wirkt fettlösend und tötet die Mikroorganismen ab. Kurz einwirken lassen, mit dem Schrubber drüber und voilà: Ihre Terrasse glänzt wie neu.
Achtung: Ein Hochdruckreiniger macht zwar Spaß, kann aber bei weichem Holz oder alten Steinen die Oberfläche aufrauen oder Fugenmaterial herausspülen. Testen Sie ihn immer erst an einer unauffälligen Stelle!
Warum die „Chemiekeule“ ein No-Go ist
Auch wenn die Regale im Baumarkt voll davon sind: Finger weg von chemischen Unkrautvernichtern auf versiegelten Flächen. Was viele nicht wissen: Auf Terrassen und Einfahrten können diese Mittel nicht im Boden versickern. Beim nächsten Regen werden sie direkt in die Kanalisation und damit in unser Grundwasser gespült. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern ist oft sogar verboten und kann teure Bußgelder nach sich ziehen. Schützen Sie Bienen, Haustiere und Ihr Gewissen und bleiben Sie natürlich.