Vier Jahre Funkstille, jetzt ist Euphoria endlich zurück. Aber warum hat es denn jetzt eigentlich so lange gedauert, bis die 3. Staffel kommt? Dafür gibt es mehrere Gründe.
Heute ist er endlich da: der Trailer zur dritten Staffel von Euphoria. Nach vier langen Jahren Funkstille steht fest: Im April 2026 geht es weiter. Pünktlich dazu ist HBO Max nun auch in Österreich und Deutschland verfügbar. Timing kann HBO also noch. Aber warum hat es bitte so ewig gedauert?
Vier Jahre Pause: Was war da los?
Die zweite Staffel lief 2022, Staffel drei lässt bis 2026 auf sich warten. Für eine Serie, die popkulturell so präsent ist wie Euphoria, fühlt sich das fast wie ein kleines Serien-Trauma an. Die Gründe dafür sind allerdings komplexer als „kreative Pause“.
1. Hollywood stand still
Ein großer Brocken: die massiven Hollywood-Streiks. Sowohl die Writers Guild of America (WGA) als auch SAG-AFTRA legten 2023 ihre Arbeit nieder. Bedeutet konkret: keine Drehbücher, keine Dreharbeiten, kein Fortschritt. Euphoria war davon direkt betroffen. Es kam zum totalen Stillstand.
2. Drehbücher, die (nochmal) neu gedacht werden mussten
Auch kreativ lief nicht alles glatt. Die Skripte zu Staffel 3 wurden mehrfach überarbeitet. Erst als Serienschöpfer Sam Levinson wieder voll einsteigen konnte, nachdem er die Serie "The Idol" beendete, nahm das Projekt langsam Fahrt auf. Qualität braucht Zeit - auch wenn das Warten weh tut.
3. Zendayas voller Terminkalender
Dass Zendaya inzwischen zu den gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods gehört, hilft der Terminplanung nur bedingt. Zwischen Filmprojekten, Pressetouren und Modekampagnen war es schlicht schwierig, alle Beteiligten gleichzeitig vor die Kamera zu bekommen.
4. Tragische Verluste hinter den Kulissen
Hinzu kamen zwei schwere Schicksalsschläge: Der Tod von Angus Cloud (Fezco) und Produzent Kevin Turen traf das Team hart - emotional wie organisatorisch. Auch das beeinflusste die Planung der neuen Staffel.
Darum geht es in der neuen Staffel
Inhaltlich wird jetzt alles auf Anfang gesetzt - zumindest fast. Staffel 3 macht einen Zeitsprung von fünf Jahren. Die Figuren sind älter, die Dynamiken neue, die Geschichten komplexer. Diese Neuausrichtung machte die Produktion deutlich aufwendiger.
Und ja: Ein Plothole aus Staffel 2 wird endlich aufgegriffen. Erinnern Sie sich an den ominösen Koffer voller Geld, den Rue von der Drogenbaroness bekommen hat? Genau. Im neuen Zeitstrang wird dieses Geld zurückgefordert. Rue (Zendaya) hält sich zu Beginn der Staffel südlich der Grenze in Mexiko auf, verschuldet und auf der Suche nach kreativen Wegen, ebendiese Schulden abzubezahlen. Ruhiger wird es also nicht.
Cassie (Sydney Sweeney) lebt mit Nate (Jacob Elordi) in einem Vorort, sie sind verlobt und Cassie ist besessen von Social Media, wo sie den Erfolg ihrer ehemaligen Mitschülerinnen verfolgt. Sam Levinson hat versprochen, dass die Hochzeit der beiden eine „unvergessliche Nacht“ wird. Auch andere Charaktere haben sich weiterentwickelt: Jules (Hunter Schafer) studiert Kunst, ringt aber noch mit Selbstzweifeln, Maddy (Alexa Demie) arbeitet in Hollywood bei einer Talentagentur, und Lexi (Maude Apatow) assistiert einer Showrunnerin.
Gedreht wurde die dritte Staffel schließlich zwischen Februar und November 2025 und das Warten hat zumindest ein Ende in Sicht.