Kurs auf Wien: Am 15. August steht Nena (65) in der Galopprennbahn Freudenau auf der Bühne und bringt jede Menge Hits und viel Energie mit! Tickets gibt es auf ticket24.at. Im MADONNA-Interview spricht die deutsche Pop-Ikone über das Konzert, ihre „Wir gehören zusammen“-Tour, verrät, warum sie Zeit in Wien einplanen möchte und erinnert sich an ihr erstes Konzert mit 17 Jahren.
Sie kommen am 15. August nach Wien. Worauf darf das Publikum sich freuen?
Nena: Freut Euch auf eine laute, knackige Rockshow mit viel Gefühl, Herz und Gänsehaut-Momenten. Wir gehen gemeinsam auf eine Reise durch über 40 Jahre Nena-Musik. Und ich wünsche mir einfach mal, dass wir miteinander singen, tanzen, lachen und gerade in dieser herausfordernden Zeit das Leben feiern.
Was verbinden Sie mit Wien?
Nena: Ich war schon als Kind öfter in Wien, bei Familientreffen. Einer meiner Söhne lebt mit seiner Freundin, einer waschechten Wienerin, in dieser unglaublichen Stadt und ich gehe sie gerne besuchen. Und demnächst werde ich mir eine Zeit in Wien einplanen. Ich habe neulich ein paar Tage an einem Ort verbracht, der mich zum Songschreiben inspiriert. Supersense, im Dogenhof in Wien. Da ist alles voll mit mutiger „Träume werden wahr"-Energie.
Ihre Tour heißt „Wir gehören zusammen“ – warum?
Nena: Auf Warum-Fragen habe ich nie eine gute Antwort. „Wir gehören zusammen" ist eine einfache, unkomplizierte Message. Hier geht's nicht ums Warum, es geht ums Wohin. Wohin wollen wir? Als Menschheitsfamilie sind wir alle ein Teil vom Ganzen und in diesem Bewusstsein können wir den großen Wandlungsprozess, den wir ja alle miteinander erleben, aktiv mitgestalten. Vielleicht ist das sogar unsere Pflicht?
Welche Erinnerungen haben Sie an Ihr erstes Konzert?
Nena: 1977 stand ich zum ersten Mal mit meiner ersten Band The Stripes für ein Live-Konzert auf einer Bühne. Das war in einem Jugendzentrum in der Stadt, in der ich geboren bin. Ich war 17 und ich erinnere mich an alles. Den Tag, den Ort und vor allem daran, dass ich überhaupt nicht wollte ... (lacht) Mir hätte es völlig gereicht, mit der Band im Proberaum Musik zu machen, weil „nur" das schon mein Leben so bereichert hat. Gott sei Dank ist unser Gitarrist damals streng geblieben und mir wurde klar, dass ich da auf jeden Fall mitmachen musste.
In der Woche bis zu diesem Musikfestival, wo nur junge unbekannte Bands spielten, war mir schlecht und schlafen ging auch nicht so gut wie sonst. Aber dann stand ich plötzlich auf dieser Bühne und erlebte mich singend vor 28 Zuschauern, davon mindestens die Hälfte Familie und Freunde. Ich fühlte mich, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Wie ein Erwachen. Gut, dass ich mich damals darauf eingelassen habe. (lacht)
Wie haben sich Live-Auftritte für Sie im Laufe Ihrer Karriere verändert?
Nena: Ich liebe, was ich tue und ich habe den Anspruch an mich selber, keine Gewohnheit aufkommen zu lassen. Es würde mich einengen, mich in einer Art Routine zu bewegen und mich auf dem auszuruhen, was bisher war. Ich bin immer offen für Neues und ich bleibe in Aufbruchsstimmung. Und so erlebe ich auch jedes Konzert neu und anders als die tausend Male davor. Das erfüllt mich und so kann es gerne noch lange weitergehen.
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Ihre Kinder stehen mit Ihnen auf der Bühne – wie erleben Sie diese Zusammenarbeit?
Nena: Bei uns in der Familie hat jeder sein eigenes Universum, seine eigenen Vorlieben und Talente, und es gibt jede Menge Schnittstellen, an denen wir alle zusammenkommen, gemeinsam an Projekten arbeiten. Und seit einigen Jahren sind mit mir auch immer wieder Familienmitglieder auf der Bühne. Sie sind alle gute Musiker und für mich ist das immer eine Bereicherung. In diesem Jahr spielt meine Tochter auch als Support-Act bei uns mit ihrem Elektro-Duo „Issa Bloch“. „Issa Bloch“ werden bei allen Gigs im Oktober unser Vorprogramm sein, wenn wir zusammen noch andere schöne Länder bereisen und Konzerte auch in Ungarn, Slowenien, Polen, Tschechien, Kroatien, Frankreich, Italien, England und der Schweiz spielen ... Aber jetzt erst mal auf ins schöne Wien! Ich freue mich schon sehr auf euch.
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