Schluss mit Kneifen, Zwicken und Verrutschen! Ein cleveres Start-up aus der Schweiz verspricht das Ende des alltäglichen BH-Dramas – und alles, was man dafür braucht, ist ein Smartphone.
Jede Frau kennt das Problem: Man probiert unzählige BHs, doch keiner passt wirklich perfekt. Das Schweizer Unternehmerpaar Linda und Mathias Durisch will diesem Frust nun ein Ende setzen. Ihre Firma MYNE fertigt keine BHs von der Stange, sondern ausschließlich maßgeschneiderte Einzelstücke. Der Clou: Die Vermessung passiert direkt zu Hause.
So funktioniert die BH-Revolution
Der Weg zum Traum-BH ist verblüffend einfach und dauert nur wenige Minuten. Eine spezielle App nutzt die Handy-Kamera, um einen detaillierten 3D-Scan des Oberkörpers zu erstellen. Über 100 Messpunkte sorgen dafür, dass jede Kurve exakt erfasst wird – absolut diskret und unkompliziert. Eine KI übersetzt diese Daten dann in das perfekte Schnittmuster. Nach dem Scan können die Kundinnen ihr gewünschtes Modell, die Farbe und das Support-Level auswählen. Das Ergebnis: Ein BH, der sitzt, als wäre er eine zweite Haut.
Bye-bye, Bügel-Horror
MYNE verzichtet bewusst auf harte Metallbügel, die oft als schmerzhaft empfunden werden. Stattdessen haben die Tüftler eine flexible „Custom-Wire“ entwickelt, die Halt gibt, ohne einzuschneiden. Produziert wird ausschließlich in Europa und nur, was auch wirklich bestellt wurde. Diese Methode vermeidet nicht nur Müll durch Überproduktion, sondern senkt auch die Retourenquote auf ein absolutes Minimum.
Zukunftsmusik oder bald Standard?
Das Konzept scheint aufzugehen. Mit der Kombination aus künstlicher Intelligenz, individueller Fertigung und einem klaren Fokus auf die Kundin könnte MYNE tatsächlich eine kleine Revolution in der traditionsreichen Wäsche-Industrie auslösen.
Während andere noch in Standardgrößen denken, denkt MYNE bereits an die globale Skalierung. Das Ziel ist klar: Die Technologie soll die gesamte Modewelt erobern. Der BH ist dabei nur der erste Schritt in eine Zukunft, in der Kleidung endlich wieder dem Menschen passt – und nicht umgekehrt.