Nach jahrelanger Planung und zahlreichen Diskussionen nimmt der Windpark auf der Stubalm nun konkrete Formen an. Mit hohen Investitionen soll die Stromversorgung aus erneuerbarer Energie deutlich gestärkt werden.
Nach rund zehn Jahren Planung und teils heftigen Protesten rückt der Baustart für den Windpark auf der Stubalm näher. Mit den nun begonnenen Vermessungsarbeiten startet die Umsetzung eines Projekts, in das etwa 150 Millionen Euro investiert werden. Insgesamt 17 Windräder sollen künftig Strom für rund 35.000 Haushalte liefern.
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Laut Projektbetreiber Energie Steiermark liegen inzwischen alle notwendigen Genehmigungen vor. Noch im ersten Halbjahr 2026 sollen die ersten Baumaschinen in den Gemeinden Maria Lankowitz, Weißkirchen sowie Hirschegg-Pack anrollen. Lediglich Details zur Trassenführung der Stromleitung sind weiterhin offen.
Windparks Soboth und Freiländeralm 2 werden erweitert
Für die Verantwortlichen gewinnt das Vorhaben angesichts internationaler Krisen zusätzliche Bedeutung. Eine stärkere Versorgung mit erneuerbarer Energie im eigenen Land könne helfen, Abhängigkeiten von Importen zu verringern, heißt es. Parallel dazu werden unweit der Stubalm die Windparks Soboth und Freiländeralm 2 erweitert, wodurch die Region weiter an Bedeutung für die Stromproduktion gewinnt. Die Inbetriebnahme des neuen Windparks ist für das Jahr 2029 vorgesehen.
Positive Signale für Pumpspeicherwerk auf Koralpe
Auch ein weiteres Großprojekt könnte nach langen Verfahren vorankommen. Für das geplante Pumpspeicherkraftwerk auf der Koralpe gibt es positive Signale vom Verwaltungsgerichtshof. Die Revision wurde angenommen und wird derzeit geprüft. Projektbetreiber hoffen nun auf eine baldige endgültige Bewilligung.
Zugleich betonen Vertreter der Region, dass mit den Energieprojekten auch wirtschaftliche Impulse verbunden sind. Bauaufträge, Infrastrukturmaßnahmen und langfristige Betriebskosten könnten Arbeitsplätze sichern. Kritische Stimmen bleiben dennoch bestehen, verweisen auf Eingriffe in Landschaft und Natur. Trotz dieser Debatten soll der Zeitplan eingehalten werden. Der Baustart gilt damit als wichtiger Schritt Richtung regionale Energiewende in Österreich.