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Bullen auswärts nur harmlos

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Daheim hui, auswärts pfui - auch unter "Trapatthäus" konnte Salzburg die Auswärtsschwäche nicht ablegen.

Für die Salzburger "Bullen" werden Auftritte in fremden Arenen immer mehr zum Roten Tuch. Die Mozartstädter mussten sich am Sonntag in Innsbruck gegen Wacker Tirol 1:2 geschlagen geben, kassierten die zweite Schlappe en suite nach dem 1:2 in Mattersburg und nähern sich damit der Form der vergangenen Saison an, als von 18 Auswärtspartien gleich zehn Spiele verloren gingen.

Matthäus fordert mehr Einsatz
Zwar beträgt der Vorsprung der Trapattoni-Truppe auf den ersten Verfolger aus Innsbruck nach wie vor komfortable acht Punkte, im Vergleich zu den Heimspielen vermitteln die Salzburger in der Fremde des Öfteren gerade einmal den Eindruck eines durchschnittlichen Bundesliga-Teams. Von 27 möglichen Auswärtspunkten wurden nur 12 Zähler eingefahren, was auch Assistenz-Coach Lothar Matthäus sauer aufstieß. "In Zukunft muss wieder eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die 100 Prozent für den Verein gibt", forderte der DFB-Rekordspieler.

Konsequenzen angekündigt
An der dritten Saisonniederlage wollte der frühere Bayern-Star erst gar nichts beschönigen. " Die Tiroler haben sich den Sieg verdient, weil sie im Zweikampf energischer und insgesamt zielstrebiger waren", ärgerte sich Matthäus und kündigte Konsequenzen an. "Giovanni Trapattoni und ich sind für klare Worte bekannt. Wir müssen die Fehler offen ansprechen."

Besonders in der Kritik stand Verteidiger Jorge Vargas, der sich mit einem Ellbogencheck gegen Vaclav Kolousek die Rote Karte einhandelte. "Vargas hat sich selbst und die Mannschaft bestraft", meinte Matthäus, und Mittelfeldspieler Patrik Jezek ergänzte: "Nach dem Ausschluss war es sehr schwierig, da konnten wir nicht mehr nachsetzen."

Innsbruck zufrieden
Während die Salzburger noch Ursachenforschung betrieben, jubelten die Innsbrucker über den dritten Heimsieg im dritten West-Derby in der "Red-Bull-Ära". " Wir haben eine großartige Leistung geboten. Man hat zwar gesehen, dass Salzburg eine Top-Mannschaft ist, aber wir haben auch spielerisches Potenzial ", freute sich Trainer Frantisek Straka, dessen Elf im neunten Heimspiel erst den dritten vollen Erfolg feierte.

Auf die Siegerstraße brachte die Innsbrucker der erst 19-jährige Martin Dollinger, der mit einem sehenswerten Schlenzer mit dem linken Fuß von der Strafraumgrenze für das 1:0 sorgte. "Den linken Fuß habe ich eigentlich nur zum Stehen", lächelte der Mittelfeldspieler nach seinem ersten Bundesliga-Treffer.

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